Kundgebung zu Burschenschaft

Hörten zu: Die Teilnehmer einer Kundgebung des Bündnisses „Keine Burschi-Feste in Göttingen“. Foto:  Wüstefeld

Göttingen. Der Burschenschaft in die Suppe spucken und ihnen das Stiftungsfest versauen – das möchte das antifaschistische und feministische Bündnis „Keine Burschi-Feste in Göttingen“ bei der Hannovera Göttingen. Deswegen hat das Bündnis am Freitag, 14. Juni, zu einer Kundgebung aufgerufen.

Die Burschenschafter der Hannovera Göttingen feiern laut einer Mitteilung des Bündnisses vom 13. bis zum 16. Juni ihr Stiftungsfest. Eingeladen worden seien die Burschenschaften Germania Jena und Germania Marburg, die beide dem Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB) angehören sollen. Diese vertrete offen einen völkischen Nationalismus, Antifeminismus und Antisemitismus.

Auch Hannovera Göttingen sei lange Zeit Mitglied der DB gewesen und nur aus Imagegründen ausgetreten, hieß es bei der Kundgebung, die vom Veranstalter mit bis zu 150 Personen bei der Polizei Göttingen angemeldet war. Die freundschaftlichen Beziehungen zu den genannten Burschenshaften beweise aber, dass die Distanzierung zum Dachverband und den damit verbundenen Inhalten nur eine Farce sei.

Zudem sehe die Burschenschaft die Frau nur aus „Reproduktionsorgan“, die ihren Platz am Herd habe. Das verdeutliche auch den Wunsch nach eindeutiger Sexualität. Grundsätzlich seien die Burschenschaften als schwulen-, lesben- und transfeindliche Organisationen anzusehen. „Die vertreten all das, was wir hassen“, sagte ein Mitglied des Bündnisses. (cow)

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