Kundgebung in Duderstadt: Lautstarker Protest vom Schlauchboot

Aktion: Von einem Schlauchboot aus wurde aus die Kundgebung des als rechtsextrem geltenden „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ mit Hörnern und Musik übertönt. Foto: privat/nh

Duderstadt. Etwa 150 Menschen haben nach Veranstalterangaben am Sonntagabend in Duderstadt „lautstark und friedlich“ gegen eine Kundgebung des als rechtsextrem geltenden „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ protestiert.

Zu den Protestaktionen hatte ein Bündnis aus Parteien und Initiativen aus Südniedersachsen aufgerufen. Zwei Aktivisten näherten sich dem Kundgebungsplatz mit einem Schlauchboot und übertönten die Redebeiträge des „Freundeskreises“ zeitweise mit Signalhörnern und Rock-Musik, wie das Bündnis am Montag mitteilte.

Der „Freundeskreis“ veranstaltet seit Anfang Dezember wöchentlich Mahnwachen am Duderstädter Mahnmal für Kriegsgefallene unter dem Motto „Freiheitlicher Bürgertreff - Ein Licht für die Zukunft unserer Kinder“. Die Teilnehmer „hetzen dabei gegen Geflüchtete und reden dabei von Überfremdung“, erklärte die Grüne Jugend Göttingen.

Der Duderstädter SPD-Vorsitzende Matthias Schenke bezeichnete den „Freundeskreis“ als „Wölfe im Schafspelz“. Ziel sei es, Ängste und Ressentiments gegen Flüchtlinge zu schüren.

Nach Angaben der Göttinger Gruppe „Basisdemokratische Linke“ hat der „extrem rechte Freundeskreis“ auch schon mehrmals Kundgebungen im thüringischen Heiligenstadt nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen abgehalten. Das Protest-Bündnis will auch gegen künftige Versammlungen des „Freundeskreises“ demonstrieren. „Hetze gegen Geflüchtete wie Migranten im Allgemeinen werden wir nicht hinnehmen und unsere Protestaktionen weiterführen“, sagte ein Sprecher des Bündnisses. (epd)

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