Neuer Sammelband zur Personalunion

Kurfürst auf fremdem Thron

Göttingen. Vor knapp 300 Jahren brach Georg Ludwig, Kurfürst von Hannover, nach London auf, um König von Großbritannien zu werden. Die damit geschaffene Personalunion prägte die Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bis 1837.

Ein Sammelband dokumentiert nun den Stand der Wissenschaft zur Interaktion zwischen den beiden Herrschaftsräumen. Die zwölf Aufsätze basieren auf Vorträgen einer öffentlichen Ringvorlesung an der Universität Göttingen. „Der Sammelband dokumentiert, dass die Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover vordergründig eine politische Verbindung war, die aber tatsächlich von Transferleistungen und Prozessen des kulturellen Austauschs geprägt wurde“, erläutert Herausgeber Prof. Dr. Arnd Reitemeier, Leiter des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen.

Kulturtransfer

Zu den Einrichtungen, die bis heute für die Verknüpfung zwischen den anglo-amerikanischen und den deutschsprachigen Kulturräumen stehen, gehört die Universität Göttingen. Ihr kam daher besonders in der Wissenschaft eine herausgehobene Bedeutung für den Kulturtransfer zu: In Göttingen wurde erstmals eine große Bibliothek an einer Universität und nicht an einem Hof eingerichtet.

Der Band „Kommunikation und Kulturtransfer im Zeitalter der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover“ ist im Universitätsverlag Göttingen erschienen und kostet 26 Euro. (shx/nh)

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