Kuriose Polizeieinsätze im Jahr 2016: Ein Schafbock im Auto

Die Polizei bat um Hinweise: Dieser Schafbock wurde im März in einem Gebrauchtwagen ausgesetzt. Foto: Polizei/nh

Göttingen. Mit kuriosen Einsätzen hatten die Beamten der Polizeiinspektion Göttingen im abgelaufenen Jahr zu tun. Hier eine Auswahl.

Fliegende Hähnchenschenkel

Zwei Hähnchenschenkel kamen am Freitag, 8. Januar, geflogen: Die beiden Extremitäten flogen im tiefgefrorenen Zustand von einem Balkon aus einer der oberen Etagen eines Mehrfamilienwohnhauses am Maschmühlenweg und landeten auf der Heckscheibe eines geparkten Wagens. Die ging dabei zu Bruch. Schaden: 300 Euro. Das Motiv der Tat ist unklar.

Schafbock im Auto

Im März bewegte die herzzerreißende und zugleich mysteriöse Geschichte vom Schafbock im Auto die Gemüter. In einem zum Verkauf angebotenen Mitsubishi fristete das bretonische Zwergschaf auf dem Gelände eines Autohändlers an der Kasseler Landstraße ohne Futter und Wasser einige Tage ein karges Dasein. „Koffer“ wurde schließlich von einem benachbarten Reifenhändler entdeckt, der die Rettungskette in Bewegung setzte. Der Halter des Hörnerträgers wurde wenig später ermittelt.

Entführter Riesen-Bunny

Ein im März entführter „Riesen-Bunny“ ist noch immer verschwunden. Auch seine Größe von zwei Metern hatte die Diebe nicht davon abhalten können, ihn während des Marktes zu entwenden. Die Polizei fragt: Hat ihn seitdem jemand gesehen?

Hase in Obhut

Ein weiteres Hasenerlebnis ließ nicht lange auf sich warten: Am 24. März trafen gegen 1.15 Uhr eine Funkstreife der Polizei und eine schwarz-weiß gefleckte Häsin auf der Reinhäuser Landstraße aufeinander. Der kleine Hoppler war offenbar ausgebüxt. Polizistin Nicole Polauke nahm die Schönheit erstmal mit zu sich nach Hause. Die Vermisstenmeldung folgte schnell. Eine Anwohnerin aus der Riemannstraße meldete sich am nächsten Tag bei der Polizei und holte die Häsin wenig später bei der Beamtin ab.

Verlassene Entenfamilie

Dann war da noch die Ente, die ihren zwölfköpfigen Nachwuchs ausgerechnet im Innenhof der Innenstadtwache der Polizei am Markt ausgebrütet hatte. Doch was passierte: Die junge Mutti flog davon und ließ den noch flugunfähigen Nachwuchs zurück. Ein Mitarbeiter der angrenzenden Sparkasse beobachtete das Drama und informierte die Feuerwehr. Die Aktiven nahmen die flauschigen Küken mit. Unklar ist, ob es später zu einer Familienzusammenführung kam.

Cola als Brandlöscher

Wussten Sie, dass Cola nicht nur den Durst, sondern auch Motorbrände löschen kann? Das geschah tatsächlich am späten Nachmittag des 30. August auf der Kreisstraße 113 zwischen Nesselröden und Böseckendorf. Ein BMW-Fahrer hatte das Feuer während der Fahrt bemerkt. Er hielt sofort an und kippte in seiner Not kurzerhand Cola über den Brandherd. Das klappte wunderbar. Feuer aus! Die angerückte Feuerwehr wurde hingegen nach dem Löscherfolg nicht mehr benötigt und konnte unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Drogen-Drohne

Zum Schluss noch eine wirklich außergewöhnliche Geschichte zum Thema „Flugsicherheit“. Kurz bevor sie ihr Ziel erreicht hatte, ist Mitte Dezember in Göttingen eine „Drogen-Drohne“ auf dem Außengelände einer psychiatrischen Fachklinik abgestürzt. Ein Mitarbeiter fand das unbemannte Luftfahrzeug mit etwa drei Gramm Marihuana an Bord am Morgen des 13. Dezember im Bereich einer Grünanlage und informierte die Polizei. Für wen der „Stoff“ bestimmt war und wer den Schmuggelflug plante und ausführte, ist bislang unbekannt. „Parrot Bebop2“ wird jedenfalls nicht mehr abheben. Die Drohne wurde von der Polizei sichergestellt.

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