Aktion bei Supermärkten: Junglandwirte in Göttingen fordern faire Preise

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Aktion von Junglandwirten: Sie fordern vom Einzelhandel faire Lebensmittelpreise. Mit dabei waren (von links) Tobias Eckermann, Jan Warnecke, Andrea Meyer-Biermann, Sebastian Hövener, Sebastian Fahrenholz, Larissa Trutwig, Niklas Klingebiel, Louis Stange, Wiebke Wollenweber, Andreas Nolte, Alexander Bretschneider und Jan Riemenschneider. 

Göttingen. Ich bin mehr wert, als du zahlen musst: Unter diesem Motto starteten Junglandwirte im Landkreis Göttingen in mehreren Discountern und Supermärkten eine Aktion für faire Lebensmittelpreise.

Junglandwirtin Andrea Meyer-Biermann hatte die Idee, die vom Bauernverband Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr gestartete Aktion auch in Südniedersachsen zu organisieren. Mit Warnwesten ausgerüstet waren die Junglandwirte in Göttingen, Gieboldehausen und Duderstadt unterwegs, um mit Auklebern auf Produkten im Regal klar zu machen, dass die von ihnen hergestellten Lebensmittel wie Fleisch, Milch, Eier, Mehl und Zucker mehr wert sind, als der Verbraucher dafür im Einkauf zahlen muss.

Gute Qualität

„Die gute Qualität unserer Erzeugnisse wird durch die niedrigen Verkaufspreise nicht wertgeschätzt“, erklärt Andreas Nolte von den Junglandwirten Göttingen. Der Lebensmitteleinzelhandel nutze gerade diese Produkte, um über Sonderangebote die Kunden in den Laden zu locken. So würden mehr als zwei Drittel des Schweinefleisches als Sonderangebot über die Theke gehen. Mit der Aktion fordern die Junglandwirte auch die Supermärkte auf, mit dieser Praxis aufzuhören. 

Außerdem solle durch die Aktion erreicht werden, dass die Verbraucher den Grundnahrungsmitteln einen höheren Stellenwert beimessen. Angemeldet bei den Märkten hatten sie ihre „Guerilla-Öffentlichkeitsarbeit“ zuvor aus Angst vor Verboten übrigens nicht. Von Verständnis bis Ablehnung – die Reaktionen der Filialleiter seien sehr unterschiedlich gewesen, so Meyer-Biermann. (phl)

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