Knapp eine Millionen Blechverschlüsse hat er gesammelt

Knapp eine Million Stück: Bilshäuser will mit Kronkorken krebskranken Kindern helfen

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Der Herr der Kronkorken: Thomas Ochsenfahrt inmitten seiner Schätze. 

Fast wäre er Kronkorken-Millionär geworden: Knapp eine Million der Blechverschlüsse hat der Bilshäuser Thomas Ochsenfahrt gesammelt. Damit will er krebskranken Kindern helfen.

Seit gut drei Jahren sammelt er Kronkorken, erzählt Ochsenfahrt. Die Idee kam dem Betreiber von Tom’s Hütte in Göttingen, als er in seinem Imbiss am Strohkrug in Bilshausen häufig Kronkorken in den Aschenbechern fand. 

Nicht immer sei es leicht gewesen, die Flaschendeckel herauszubekommen. Deshalb habe er sich entschlossen, eine Sammeldose aufzustellen.

„Man kann mit zwei Gramm unachtsam weggeworfenem Metall so viel Gutes tun“, findet der Bilshäuser. Gemäß dem Vorbild der Eichsfelder Biker, die bei ihrem jährlichen Bikertag für krebskranke Kinder fahren, entschied er sich, den Wert des Metalls an das Elternhaus für das krebskranke Kind zu spenden.

Schnell sammelte der Imbiss-Chef nicht mehr alleine. Ein Pärchen aus Katlenburg bringe ihm alle Kronkorken aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Viele Vereine und Institutionen aus der Region seien mittlerweile dabei, wie die Freiwillige Feuerwehr Bilshausen und der örtliche Radballverein.

Sogar aus Südhessen wurden Kronkorken geliefert

Sogar aus Frankfurt seien Kronkorken gekommen. Imbissgäste aus der hessischen Stadt hätten die Idee mit nach Hause genommen. Beim Handballsportverein Nidderau, der Freiwilligen Feuerwehr Eichen und dem Ironman Triathlon in Frankfurt seien sie auf gewichtiges Echo gestoßen. 

Bei einem ihrer Ausflüge nach Bilshausen habe auch die Tochter ihren Beitrag geleistet. Um 45.000 Kronkorken im Auto Platz zu machen, sei sie in die Deutsche Bahn umgestiegen.

Hilfreich habe sich Firma Resebeck mit der Bereitstellung eines Containers gezeigt, außerhalb seiner Arbeitszeit habe der Fahrer diesen nach Bilshausen gefahren. Mit Freunden hat Ochsenfahrt die Kronkorken aus 180 Kisten, Säcken und Eimern eingefüllt, insgesamt 1,71 Tonnen. 

171 Euro hat er dafür für die krebskranken Kinder bekommen. Schon jetzt ist er sicher: Er wird weitersammeln. Den Anfang hat er gemacht – mit drei Kronkorken, die sich nach Abfahrt des Transporters in der Garageneinfahrt fanden.

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