Provisorische zweite Leitstelle aufgebaut

Dauerregen in Göttingen: 150 Einsätze in 24 Stunden

Die Feuerwehren in Stadt und Landkreis Göttingen hatten durch den Dauerregen viel zu tun. Innerhalb von 24 Stunden gab es in der Uni-Stadt 60 und im Landkreis Göttingen 90 Einsätze. 

Im Einsatz war auch das THW. „Die Lage ist stabil“, sagte Frank Gloth, Sprecher der Berufsfeuerwehr Göttingen, am Morgen auf Anfrage. Laut Gloth sorgten vor allem überflutete Keller sowie Wasser auf Wegen und Straßen für Einsätze der Wehren. Um die Vielzahl an Einsätzen überhaupt bewältigen zu können, hatte die Berufsfeuerwehr bis in die Nacht zu Mittwoch eine provisorische zweite Leitstelle aufgebaut. Schwierigkeiten bereiteten den Einsatzkräften insbesondere auch die kleineren Bäche, die über die Ufer getreten waren. 

In der Nacht zu Mittwoch beruhigte sich die Lage wieder. Erst in den Morgenstunden gab es am Mittwoch wieder verstärkt Einsätze.Probleme gab es auch im Bereich der Steinmetz-Kurve im Göttinger Stadtteil Geismar. Dort war Wasser über die Straße gelaufen. Neben der Göttinger Berufsfeuerwehr waren die Freiwilligen Feuerwehren Grone, Geismar, Stadtmitte, Herberhausen, Weende, Holtensen, Roringen, Nikolausberg, Groß Ellershausen, Esebeck und Elliehausen im Einsatz. 

Viel zu tun hatten auch die Freiwilligen Feuerwehren aus der Gemeinde Gleichen. Auch dort mussten zum Teil heftige Überflutungen, beispielsweise im Bereich des Sportplatzes von Bremke, bekämpft werden.Viele Einsätze gab es auch im Bereich Hann. Münden. Dort war unter anderem auch das THW eingesetzt. Derzeit ist die Kreisstraße zwischen Hann. Münden und Hemeln gesperrt.Die Meteorologen rechnen unterdessen mit einer Beruhigung der Lage: Noch bis etwa 12 Uhr soll es heute noch zeitweise regnen. Unterdessen ist der Pegel der Leine in Göttingen zurückgegangen. Er lag gegen 9 Uhr bei 2,14 Meter und damit oberhalb der Meldestufe zwei. Den Höchststand hatte der Göttinger Leinepegel gegen 22 Uhr am Mittwoch mit 2,36 Meter erreicht. Er lag damit noch 14 Zentimeter unter der höchsten Meldestufe 3.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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