Bischof hat schon akzeptiert

Duderstädter Propst tritt von seinen Ämtern zurück

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Luftblick auf St. Cyriakus in Duderstadt: Der Propst im Untereichsfeld verzichtet auf seine Kirchenämter.

Duderstadt/Hildesheim – Der Bischöfliche Kommissarius für das Untereichsfeld und Propst von Duderstadt ist von seinen Ämtern zurückgetreten.

Aktualisiert am 8.5. um 19 Uhr - Er habe dem Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer den Rücktritt angeboten, dieser habe den Amtsverzicht angenommen, teilte die Katholische Pressestelle am Freitag mit.

Der Geistliche soll Anfang der 1980er Jahre im Landkreis Hildesheim mehrmals ein Mädchen zwischen ihrem 15. und 18. Lebensjahr sexuell bedrängt und zu sexuellen Handlungen genötigt haben. Ende des vergangenen Jahres hatte die betroffene dies dem Bistum Hildesheim berichtet. Das Bistum stellte daraufhin Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft und leitete selbst kirchenrechtliche Ermittlungen ein. Im Dezember wurde der Propst vom Bistum beurlaubt. Die Staatsanwaltschaft stellte ihr Verfahren inzwischen wegen Verjährung ein.

Der Rücktritt des Propstes ist nach Angaben der Katholischen Pressestelle Göttingen unabhängig von der kirchenrechtlichen Untersuchung erfolgt. Hier stehe eine Beurteilung durch den Vatikan noch aus. Mit seinem Amtsverzicht wolle der Priester eine Neubesetzung der Stelle in Duderstadt ermöglichen.

Der Geistliche wuchs in Emmerthal bei Hameln auf. Nach dem Studium in Münster und Augsburg war er Kaplan, also Pfarrvikar, in Hildesheim, Schulseelsorger in Hannover und 20 Jahre Pfarrer in Hannoverschen Kirchengemeinden. Seit Ende 2010 ist er in Duderstadt tätig. Bis zu seinem Rücktritt fungierte er auch als Bischöflicher Kommissarius für das Untereichsfeld.  

epd

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