Göttinger benötigen weniger Hilfe zum Lebensunterhalt

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Zurückgegangen: Die Zahl der HzL-Empfänger im Kreis Göttingen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken.

Göttingen. Im Kreis Göttingen ist die Zahl der Empfänger der „laufenden Hilfe zum Lebensunterhalt" (HzL) leicht gesunken. Wir erklären, wer HzL erhält

Was ist die Hilfe zum Lebensunterhalt? 

Die sogenannte „laufende Hilfe zum Lebensunterhalt“ unterstützt Menschen, die weder Anspruch auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) noch auf Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung haben. Ebenso können Minderjährige unter 15 Jahren, die nicht bei den Eltern, sondern bei Verwandten leben, die Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Einkünfte fehlen.

Auch Bewohner in Pflege- und Altenheimen deren Einkommen nicht ausreicht, um die Unterkunft zu zahlen, können die HzL beantragen. Im Kreis Göttingen lebten 774 aller 1.518 HzL-Empfänger in einem Heim - ein Anteil von rund 51 Prozent.

Wie viele HzL-Empfänger gab es im Kreis Göttingen?

Zum Stichtag 31. Dezember 2015 waren 1.518 Menschen auf HzL-Gelder angewiesen, 77 weniger als im Jahr zuvor. Damit steht der Kreis Göttingen außerhalb des aktuellen Trends - in Deutschland stieg die Empfängerzahl auf einen neuen Höchststand von 397.600 an.

Was wird eigentlich so gezahlt?

Die Hilfe zum Lebensunterhalt soll den Grundbedarf decken. Dazu zählen insbesondere die Ernährung, Körperpflege, Hausrat, Unterkunft und Heizung. Aber auch persönliche Bedürfnisse des täglichen Lebens sollen bezahlt werden. So werden beispielsweise Schülern das Lernmaterial und andere Hilfen für die Schule finanziert.

Wie ist die Altersverteilung der Empfänger? 

Im Kreis Göttingen waren zuletzt 86 Empfänger jünger als 18 Jahre. Weitere 1134 waren zwischen 18 und 65 Jahren und 298 hatten den 65. Geburtstag bereits hinter sich.

Wo kann man die HzL beantragen?

Ein Formular zur Beantragung der Sozialleistung finden Sie hier. Alternativ werden Anträge auch im Kreishaus Göttingen, Reinhäuser Landstraße 4, beantragt werden. Benötigt werden der Personalausweis, der Mietvertrag, Einkommensbelege wie ein Rentenbescheid oder die Lohnabrechnung und Belege über Vermögen. Das sind die Kontoauszüge der vergangenen drei Monate und Sparbücher sowie Festgeldkonten.

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