Integrative Ausstellung zeigt Kunst von Flüchtlingen

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Die ausstellenden Künstler: (von links) Helmut Boeder, Ammar Hatem und Nagham Hamoush.  

Reinhausen. „Öffne mir die Augen, dass ich sehe: Erinnerung - Mahnung – Zukunft“: Unter diesem Motto steht eine Bilderausstellung in der St. Christophorus Kirche Reinhausen, die am Samstag um 18 Uhr eröffnet wird.

„Unser Ziel war es, eine integrative Ausstellung zu organisieren und die Menschen damit in unserer schönen Kirche zu Gesprächen anzuregen und gleichzeitig Emotionen zu erzeugen“, sagen die Initiatoren Almut und Christian Laak vom Konzertteam St. Christopherus. Nachdem sie über einen Zeitungsartikel auf die beiden syrischen Flüchtlinge Ammar Hatem und seine Frau Nagham Hamoush aufmerksam geworden und mit ihnen Kontakt aufgenommen hatte, entwickelte sich eine echte Freundschaft.

Flucht über Balkanroute

Der erst 25-jährige Ammar Hattem, der genau wie seine Frau an der Universität Damaskus „schöne Künste“ studierte und seine Werke in seiner Heimat bereits mehrmals ausgestellt hatte, war im August 2015 über die Balkanroute nach Deutschland geflüchtet und hatte Nagham Hamoush im Februar 2016 nachgeholt.

Beide leben jetzt in Lödingsen bei Göttingen. Ammar Hatem zeigt in seinen Malereien Elemente der Natur im Sinne von „Bewahrung der Schöpfung“, Nagham Hamoush mit Graphiken und Drucken Motive und Symbole aus dem Orient. Dritter im Bunde ist der Diemardener Künstler Helmut Boeder, dessen Reihe großformatiger Bleistiftzeichnungen den Titel „Erinnerung an Menschlichkeit“ tragen.

„Als ich gefragt wurde, ob ich an dieser Ausstellung teilnehmen möchte, brauchte ich nicht lange zu überlegen“, sagt Boeder. Da seine Zeichnungen das Thema Flucht, Gewalt und Vertreibung behandeln, freue er sich, zusammen mit einem geflüchteten syrischen Künstlerpaar ausstellen zu können. Nach der Eröffnung am Samstag mit Pastorin Christiane Scheller und einer Flötengruppe wird die Ausstellung bis zum Sonntag, 23. April, täglich von 15 bis 18 Uhr zu sehen sein. Der Eintritt ist frei. 

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