Kreisempfang: Reuter gibt Ausblick auf Zeit nach der Fusion

Empfang des Landkreises Göttingen: Landrat Bernhard Reuter (Mitte) und seine Lebensgefährtin und Kreistagsabgeordnete Reinhild Otterbein begrüßten die Gäste. Foto: Schlegel

Göttingen. Einen Ausblick auf die Zeit nach der Fusion mit dem Landkreis Osterode gab es am Mittwoch Abend beim Empfang des Landkreises Göttingen.

Viele Gäste

Landrat Bernhard Reuter begrüßte mehrere hundert Gäste in den Berufsbildenden Schulen II in Göttingen, darunter viele, die sich ehrenamtlich in Vereinen, Verbänden sowie in der Kommunalpolitik engagieren.

Verwaltungs-Außenstellen

Reuter kündigte an, dass es künftig neben dem Sitz der Kreisverwaltung in Göttingen weiterhin Außenstellen in Hann. Münden, Duderstadt und Osterode geben werde. „Der neue Landkreis wird ein leistungsstarker Unterstützer für die Vereine und das Ehrenamt“, kündigte der Verwaltungschef an, der am 11. September bei der Landratswahl für die SPD antreten will und von Bündnis 90/Die Grünen bei der Kandidatur unterstützt wird.

Vorbild-Wirkung

Die Kreisfusion habe Vorbildwirkung für Niedersachsen, berichtete Landrat Reuter von einer Reaktion von Ministerpräsident Stephan Weil auf die Entwicklung in Südniedersachsen. Reuter ist sich sicher, dass der neue Landkreis mit einem ausgeglichenen Haushalt an den Start geht. Dabei habe sicherlich die Entschuldungshilfe einen wesentlichen Anteil, aber auch die gute Konjunktur habe dabei geholfen. Der Landrat wies auf zahlreiche wichtige Investitionen hin: So seien für die Neustrukturierung des Bevölkerungsschutzes 1,2 Millionen Euro eingeplant.

Integration der Flüchtlinge

Auch das Thema Flüchtlinge sprach der Göttinger Verwaltungschef an: Nach der Unterbringung und der Betreuung gehe es nun darum, die Flüchtlinge zu integrieren. Darauf sei der Landkreis gut vorbereitet. So sei bereits 2009 ein hauptamtlicher Integrationsbeauftragter installiert worden. Außerdem habe man früh mit der Ausbildung von Integrationslotsen begonnen. Drei Kurse in Göttingen und Duderstadt sind laut Reuter bereits abgeschlossen. Ein weiterer Kurs in Hann. Münden ist in Vorbereitung.

Absage an rechte Parolen

Gleichzeitig erteilte Reuter rechten Parolen eine Absage: „Sie schüren Ängste, sie grenzen aus, sie spalten die Gesellschaft, sie schaden unserem Land.“

Südniedersachsenprogramm

Außerdem erinnerte der Landrat an die zahlreichen Projekte des Südniedersachsenprogramms, die nun umgesetzt werden sollen. Dazu gehört unter anderem der Ausbau des schnellen Internets, der im kommenden Jahr beginnen soll. Im Juni werde im Kreistag die Entscheidung fallen, ob der Kreis selbst ein Glasfasernetz aufbaut oder einen Anbieter beim Ausbau unterstützt. 2018 werde man für fast alle Haushalte schnelles Internet anbieten können, ist sich Reuter sicher.

Kreisempfang: Reuter gibt Ausblick auf Zeit nach der Fusion

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.