Mehr Schutz für Radfahrer

Polizei-Kampagne im Landkreis Göttingen: Beamte achten verstärkt auf Abstand

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Erster Kampagnen-Aufkleber: Er wurde von den Polizisten Rainer Nolte (links) und Jörg Arnecke angebracht. 

Die Polizei im Landkreis Göttingen achtet ab sofort verstärkt auf den Abstand von Autofahrern zu Radfahrern. Wer sich nicht an die Regelungen hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Eine Woche nach der offiziellen Präsentation der neuen Verkehrssicherheitskampagne „Abstand zu Fahrrädern einhalten!“ durch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) ist die Präventionsaktion für mehr gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr jetzt auch in der Polizeiinspektion (PI) Göttingen an den Start gegangen.

Seit dem 28. April ist die Novelle der Straßenverkehrsordnung in Kraft. Sie regelt klar, dass der Führer eines Kraftfahrzeuges beim Überholen von Fußgängern, Radfahrern und Fahrern von E-Bikes oder anderen Elektrokleinstfahrzeugen einen Mindest-Seitenabstand von eineinhalb Metern (innerorts) oder sogar zwei Metern (außerorts) einhalten muss. Kann dieser Mindestabstand nicht eingehalten werden, ist das Überholen nicht erlaubt. Und hält sich ein Kraftfahrer nicht an die Regel, muss er mit einem Verwarngeld von 35 Euro rechnen.

„Ziel dieser Novelle ist zum einen die Stärkung der schwächeren Verkehrsteilnehmer, zum anderen aber auch die Förderung des klimafreundlichen Verkehrs“, sagt Jörg Arnecke, Verkehrssicherheitsberater bei der Polizeiinspektion Göttingen.

„In Göttingen liegt ein besonderer Fokus auf den Radfahrern, weil 42 Prozent aller Verunfallten hier in der Stadt Radfahrer sind“, ergänzt Rainer Nolte, Leiter Einsatz und stellvertretender Inspektionsleiter. Allein aus diesem Grund stehe die Polizeiinspektion Göttingen „voll und ganz“ hinter der Kampagne. Wie wichtig der Radverkehr in Göttingen ist, zeigt der Blick auf folgende Zahl: Bei fast 30 Prozent der Fahrten innerhalb Göttingens kommt das Rad zum Einsatz.

Um auch öffentlich auf die Kampagne aufmerksam zu machen, werden gerade alle 52 Einsatzfahrzeuge der Inspektion mit Aufklebern versehen, die auf den einzuhaltenden Sicherheitsabstand hinweisen und Verkehrsteilnehmer dafür sensibilisieren sollen. „Wir würden uns wünschen, dass sich möglichst alle Führer eines Kraftfahrzeuges an die neue Regelung halten und so dazu beitragen, die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren“, sagt Jörg Arnecke.

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