Suedlink: Erdkabel-Stromtrasse soll durch Kreis Göttingen führen

Göttingen. Durch den Landkreis Göttingen soll eine unterirdische Stromtrasse führen. Der Netzbetreiber Tennet hat am Dienstag seine aktualisierten Pläne für das Projekt Suedlink vorgestellt.

Zwei Hauptrouten

Zwei neue mögliche Hauptrouten werden darin vorgeschlagen. Die erste Variante führt aus dem Bereich Nörten-Hardenberg kommend westlich an Göttingen, Rosdorf und Friedland vorbei und weiterhin den Werra-Meißner-Kreis. In der zweiten Variante kommt die Stromtrasse aus Katlenburg-Lindau und führt über Duderstadt nach Thüringen.

Gleichstromtechnik

Suedlink ist eine reine Erdkabel-Trasse in Gleichstromtechnik, die den Strom aus Windkraftanlagen von Nord- nach Süddeutschland transportieren soll. Die Leitung startet in Schleswig-Holstein und führt über Niedersachsen, Thüringen, Hessen nach Bayern. Bei der Verlegung des Erdkabels wird maschinell ein breiter Graben ausgehoben. Die Leitung selbst wird in Kunststoffrohren verlegt.

Wahle-Mecklar

Und: Suedlink ist eine weitere Stromtrasse neben der ohnehin geplanten 380 000-Volt-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar, die ebenfalls durch den Landkreis Göttingen führen soll. Ob Teile der beiden Trassen zusammengefasst werden können, ist noch völlig unklar. In den nächsten Wochen will Tennet bei Bürgerveranstaltungen über die Suedlink-Planungen informieren.

Alte Routenführung

Ursprünglich sollte Suedlink deutlich weiter westlich geführt werden. Dort wird jetzt aufgeatmet. 20 Landkreise hatten gemeinsam eine „Hamelner Erklärung“ verabschiedet. Darin war die bisherige Trassenführung kräftig kritisiert worden. Nun wird die neue Trassenführung von den Mitgliedskommunen als Erfolg ihrer Arbeit gewertet. Die Landkreise Göttingen und Northeim gehören nicht zu den Mitgliedkommunen der „Hamelner Erklärung“.

Bürgerbeteiligung

Die Bundesnetzagentur muss die Vorschläge nun prüfen. Außerdem können sich die Bürger an dem Verfahren beteiligen. 2025 soll nach derzeitigen Planungen Strom durch die neue Erdkabelleitung fließen.

Keine Reaktionen

Von Stadt und Landkreis Göttingen gibt es bislang noch keine Reaktionen zu der aktuellen Entwicklung. Sie sollen am heutigen Dienstag bei einer Abendveranstaltung in Hildesheim über die Planungen informiert werden. Eine interaktive Karte mit den möglichen Trassenführungen für Südlink ist im Internet abrufbar.

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