Ruheort und Erlebnisspielplatz

Viele Gäste beim Sommerfest im Friedland-Garten am Grenzdurchgangslager

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Friedland-Garten: Bei Mitmach-Aktionen und Spielen (wie hier beim Schach) kamen sich Einheimische und Bewohner des benachbarten Grenzdurchgangslagers während des Sommerfestes näher.

Ausgelassene Stimmung herrschte auf dem Gelände des Friedland-Gartens, wo die Macher und Unterstützer des Projektes mit Anwohnern, Gästen und Bewohnern des nahe gelegenen Grenzdurchgangslagers ein buntes Sommerfest feierten.

„Ich freue mich sehr, dass nach dem Erfolg des Vorjahres auch diesmal wieder so viele Menschen gekommen sind, um gemeinsam ein paar nette Stunden zu verbringen“, sagte Projektleiterin und Sommerfest-Organisatorin Dorothee Pohl vom Verein Ländliche Erwachsenenbildung in Südniedersachsen (LEB).

Da im Grenzdurchgangslager Friedland derzeit bei weitem nicht so viele Menschen untergebracht sind wie noch vor einem Jahr, seien diesmal verständlicherweise auch weniger Lagerbewohner erschienen. „Umso mehr freut es mich, dass sich immer mehr Friedländer für unser Projekt interessieren“, sagte Pohl.

Während es von der kleinen Bühne Live-Musik von Ba Saw Tun und dem Duo L´uke gab, konnten die Besucher überall auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Gartengrundstück bei Mitmachaktionen und diversen Geschicklichkeitsspielen selbst aktiv werden. Mitglieder des Freiwilligendienstes SCI (Service Civil International), die während einer Projektphase in Friedland unter anderem im Friedland-Garten mitwirkt, stellten aktuelle Projekte vor und am Kuchenbuffet fanden die von Friedländer Frauen selbst gebackenen Leckereien reißenden Absatz.

Seit der Eröffnung im April 2016 dient der Friedland-Garten als interkulturelle Begegnungsstätte und als Ort der Verständigung und des Austausches. Es ist ein Ruheort, ein Lernort für Erwachsene wie für Kinder und ein großer Erlebnisspielplatz. An zwei Tagen pro Woche bewirtschaften Einheimische und geflüchtete Menschen den Garten gemeinsam. Die Teilnahme ist freiwillig und ohne Verpflichtungen. Es werden Gemüse, Kräuter und Blühpflanzen angebaut, Beerensträucher, Obstbäume und Bienen gepflegt und die gemeinsame Ernte genossen.

Neben der Arbeit gibt es ein Miteinander in Kaffee- und Lagerfeuerrunden. „Bei all unseren Aktivitäten bilden die Erhaltung und Mehrung der Vielfalt der auf dem Gelände wachsenden Flora und Fauna einen wichtigen Schwerpunkt“, sagt Heidrun Mitze vom Friedland-Garten. „Dazu veranstalten wir auch Kurse und Workshops im Bereich Umwelt und Naturerleben mit Kindern und Erwachsenen.“ Ein wichtiges Ziel des Projektes sei aber vor allem das friedliche Miteinander von einheimischen und geflüchteten Menschen gewesen. „Und genau das haben wir hier heute wieder erlebte“, freuten sich Heidrum Mitz und Dorothee Pohl über ein „rundum gelungenes Sommerfest“.

Infos/Kontakt: facebook.com/friedlandgarten, Mail: friedlandgarten@leb.de

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