Wahlkreis 15: CDU kürt neuen Landtagskandidaten

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Kandidatenkür der CDU im Wahlkreis 15: Einen Blumenstrauß gab es für den neuen Landtagskandidaten Thomas Ehbrecht (ganz rechts). Es gratulierten Bernd Althusmann, Lothar Koch und Fritz Güntzler (von links). 

Seulingen. Thomas Ehbrecht aus Obernfeld ist neuer Landtagskandidat der CDU im Wahlkreis 15 mit den Kommunen Duderstadt, Friedland, Gleichen, Rosdorf, Gieboldehausen und Radolfshausen.

Er folgt seinem Parteifreund Lothar Koch (77) nach, der nicht wieder für den Landtag in Hannover kandidiert. Seit 1994 hatte Koch fünfmal hintereinander das Direktmandat erobert.

Der 52jährige Unternehmer Ehbrecht gewann die Urwahl im Bürgerhaus Seulingen gegen den 55 Jahre alten Steuerberater Andreas Diedrich aus Brochthausen. Ehbrecht holte 173 Stimmen, Diedrich 158. Rund 35 Prozent der CDU-Mitglieder nahmen an der Urwahl des neuen Kandidaten teil, sagte der Kreisvorsitzende der CDU Göttingen, Fritz Güntzler. Der neue Landtag wird am Sonntag, 14. Januar 2018, gewählt.

Ehbrecht forderte in seiner Bewerbungsrede vor weit über 300 CDU-Anhänger im Seulinger Bürgerhaus eine Stärkung des ländlichen Raumes. „Die Mittelzentren haben höchste Priorität. Der ländliche Raum darf nicht verlieren“, sagte der Kandidat, der sich selbst als „echten Eichsfelder“ bezeichnete und die Abwanderung junger Menschen verhindern möchte.

Ehbrecht erklärte, er habe etwas gegen die Worte „sollte, hätte, würde“. „Die habe ich weitgehend aus meinem Wortschatz gestrichen.“

Der unterlegene Andreas Diedrich forderte unter anderem, dass Kita- und Krippenplätze für Eltern beitragsfrei sein sollten. Außerdem sprach er sich für eine steuerliche Ehrenamtspauschale aus. Das würde die Vereine bei der Zahlung von Aufwandspauschale für ihre Übungsleiter entlasten.

Der Spitzenkandidat der CDU bei der Niedersachsenwahl, Bernd Althusmann (50), warnte vor den Folgen, wenn Länder wie die USA den Zugang zu ihren Märkten erschweren würden (Protektionismus). Das würde auch die niedersächsische Landwirtschaft mit ihren 37000 Betrieben zu spüren kommen, die dreimal so viel produziere, wie im Land verbraucht werde. „Die Betriebe sind auf den Export angewiesen.“

In Sachen VW-Dieselaffäre forderte er sofortige Aufklärung und Transparenz. VW sei mit 180.000 Mitarbeitern einschließlich Zulieferer Niedersachsens größter Arbeitgeber. Angesichts von zu erwartenden Kosten von 30 Milliarden Euro, möchte er „hören, wie es weitergeht“.

Zu inneren Sicherheit sagte er, im Fall seiner Wahl zum Ministerpräsidenten wolle er bis 2022 die Zahl der Polizisten um 3000 auf 23.000 aufstocken. „Wer in Deutschland lebt, hat sich an unser Grundgesetz zu halten“, sagte er unter dem Beifall der Zuhörer. 

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