Meisten Exemplare in Göttingen und Northeim

Waschbär hat Südniedersachsen für sich erobert

Ist in Südniedersachsen inzwischen heimisch: Der Waschbär hat die Region für sich erobert. Foto: dpa

Göttingen/Northeim. Südniedersachsen ist ein beliebter Lebensraum für Waschbären geworden. Nirgendwo in Niedersachsen gibt es so viele Exemplare dieser Tierart wie in den Landkreisen Göttingen und Northeim.

Das geht aus dem neuen Landesjagdbericht hervor. Demnach wurden im vergangenen Jagdjahr von April 2013 bis März 2014 in Niedersachsen 8414 Waschbären geschossen. Landesweiter „Spitzenreiter“ war der Landkreis Göttingen, dort wurden 1640 Waschbären erlegt. Die zweithöchste Jagdstrecke gab es im Landkreis Northeim, wo 1491 Waschbären geschossen wurden.

Ein weiteres Hauptverbreitungsgebiet ist der Landkreis Lüchow-Dannenberg. Dort wurden 1491 Waschbären erlegt. Damit wurden allein in diesen drei Landkreisen mehr als 50 Prozent der Gesamtstrecke Niedersachsens erzielt.

Insgesamt ist die Waschbärstrecke im Vergleich zum Vorjahr um etwa zehn Prozent gesunken. Dafür hatte es in der vorangegangenen Saison einen Rekordanstieg gegeben. Damals wurden allein im Landkreis Göttingen 2261 Waschbären geschossen, 500 mehr als im Jahr zuvor.

Frei lebende Waschbären gibt es erst seit 1934 in Deutschland. Damals setzte das Forstamt Vöhl am hessischen Edersee einige Exemplare aus. Seitdem haben sich die aus Nordamerika stammenden Tiere stark ausgebreitet. Die größte Waschbärendichte gibt es in Nordhessen, inzwischen haben sie sich aber auch in Südniedersachsen breit gemacht. Vor allem in den vergangenen zehn Jahren war ein rasanter Anstieg der Population zu verzeichnen.

Landesjagdberichte

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Landesjagdberichten wieder. Vor drei Jahrzehnten spielte der Waschbär darin kaum eine Rolle. Seit Mitte der 1990-er Jahre hat sich jedoch die Zahl der erlegten Tiere kontinuierlich gesteigert. (pid)

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