Ab Januar

Landkreis Göttingen unterstützt Pflegefamilien mit einer Form des Elterngeldes

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Pflegeeltern hatten bisher keinen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie sich eine berufliche Auszeit für die Betreuung eines nicht leiblichen Kindes nahmen.

Landkreis Göttingen – Der Landkreis Göttingen führt einen elterngeldanalogen Ausgleich für Pflegefamilien ein.

Wer ein Pflegekind aufnimmt, hat Anspruch auf Elternzeit. Bisher besteht allerdings kein Anspruch auf Elterngeld, wenn die Auszeit vom Beruf nicht für die Betreuung eines leiblichen Kindes, sondern für ein Pflegekind genommen wird. Um den Einkommensverlust ein Stück weit auszugleichen, wenn berufstätige Pflegeeltern sich ganztägig um ein Pflegekind kümmern, führt der Landkreis Göttingen zum ersten Januar 2020 elterngeldanaloge Leistungen für Pflegefamilien ein.

Pflegeeltern können für einen Zeitraum von zwölf Monaten monatlich 800 Euro zusätzlich zum normalen Pflegegeld erhalten. Die Auszeit vom Beruf wird empfohlen, damit die Pflegepersonen im ersten Jahr der Pflegezeit ganz für das neu aufgenommene Pflegekind da sein können. Mit dieser Zusatzleistung schafft der Landkreis einen Anreiz für berufstätige, potenzielle Pflegepersonen, sich für das Modell Pflegefamilie zu entscheiden. Für die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen besteht ein kontinuierlicher Bedarf nach weiteren Pflegefamilien. Das Ziel ist es, jungen Menschen das Aufwachsen in einem familiären Umfeld zu ermöglichen und die Unterbringung in einem Heim zu vermeiden.

Der Pflegekinderdienst sucht daher Familien, Lebensgemeinschaften, gleichgeschlechtliche Paare oder Einzelpersonen, die Freude am Zusammenleben mit Kindern haben und diesen mit Zeit, Einfühlungsvermögen und Geduld begegnen. Zukünftige Pflegepersonen werden in einem Vorbereitungskurs und in persönlichen Gesprächen auf ihre Aufgaben vorbereitet. Der nächste Vorbereitungskurs ist für das Frühjahr 2020 geplant.  ciz

Infos: Pflegekinderdienst Landkreis Göttingen, Tel.: 0551 525-2925, oder per E-Mail an kux@landkreisgoettingen.de.

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