Anwohner fordern neue Radwege

Landrat erkundet Region per Fahrrad

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Radpartie: Landrat Bernhard Reuter im Gespräch mit Eltern, die für einen Radweg zwischen Lenglern und Emmenhausen kämpfen.

Erbsen. „Radfahren ist gesund, macht Spaß und wenn man es in einer großen Gruppe tun kann, dann ist es noch schöner“, sagt Bernhard Reuter, während er auf dem Sportplatz in Erbsen in die Runde blickt.

Zusammen mit rund 100 Radlern war Göttingens Landrat am Sonntag bei der ersten vom Landkreis veranstalteten Radpartie unterwegs. Unter dem Motto „Zwei Burgen Blick“ ging die breitensportliche Radrundfahrt von Bovenden nach Adelebsen. In Erbsen machte die Gruppe Rast und stärkte sich bei Gulaschsuppe und kalten Getränken.

Im Mittelpunkt der Rundfahrt stand das Projekt „Radwegebeschilderung in den Flecken Adelebsen und Bovenden“, das damit offiziell beendet wurde. „Wir haben heute aber auch schmerzhaft erlebt, dass es im Redwegenetz noch Lücken gibt“, meinte Reuter, der zuvor mit Eltern aus Erbsen und Immenhausen gesprochen hatte, die sich vehement dafür einsetzten, dass endlich ein Radweg zwischen Lenglern und Emmenhausen gebaut wird. „Erst wenn dieser Radweg da ist, können wir unsere Kinder mit dem Fahrrad zur Schule nach Göttingen fahren lassen“, meinte eine Mutter.

Und Reuter gab ihr Recht. „Ich möchte auf der Landstraße zwischen Emmenhausen und Lenglern nicht ohne Polizeischutz unterwegs sein“, sagte er. „Das ist bei dem Verkehr dort lebensgefährlich.“ Er hatte jedoch eine gute Nachricht mitgebracht. „Bei der zuständigen niedersächsischen Landesbehörde liegt der Planfeststellungsbeschluss inzwischen vor“, sagte er, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass es jetzt noch um die Finanzierung gehe und der Radweg in der Prioritätenliste des Landes aktuell nur auf Platz 20 rangiert. „In der Prioritätenliste des Landkreises Göttingen steht dieser Radweg aber auf Platz eins und ich werde persönlich dafür kämpfen“, versprach der Landrat. (per)

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