Laufen gegen den Krebs und für Horizonte: Samstag am Sportinstitut

Mehr als 100 Helfer sorgen für die Organisation: Samstag von 11 bis 16 Uhr findet der Lauf für das Leben auf dem Gelände des Göttinger Institutes für Sportwissenschaften (IfS) statt. Man hofft auf mehr als 3000 Teilnehmer. Foto: nh

Göttingen. Laufen gegen Krebs. Laufen für das Leben: Alles ist bereitet für den größten Benefizlauf in Göttingen. Am Samstag geht es rund auf dem Gelände des Sportinstitutes am Sprangerweg. Jeder kann mitmachen. Der Startschuss fällt um 11 Uhr, bis 16 Uhr kann jeder nach Herzenslust und Kondition Runden laufen oder gehen. Die Runden-Gesamtzahl am Ende entscheidet über die Spendensumme, die von Sponsoren bezahlt werden wird.

Beim ersten Lauf gegen Krebs 2013 kamen so 17.480 Runden von 3000 Läufern zusammen. Dass am Ende gar 20.000 Euro an den Verein Horizonte gingen, war den sportlichen Schülern der Hölty-Grundschule zu verdanken, die auch einen Lauf organisierten und Spenden einwarben.

Das Geld ging an den Verein Horizonte, der sich um Frauen kümmert, die an Brustkrebs erkrankt sind oder waren. Horizonte kooperiert mit dem Göttinger Comprehensive Cancer Center (GCCC), dem Krebszentrum der Universitätsmedizin. Dort wurde mit dem Spendengeld die Stelle einer speziell ausgebildeten Krebskrankenschwester geschaffen und finanziert. Andrea Schmidt-Schweda arbeitet dort seit einem Jahr und ist für krebskranke Frauen als Ansprechpartnerin und Beraterin, aber auch als Organisatorin da.

„Am Anfang nach der Diagnose strömen unendlich viele Informationen auf die Patientinnen ein, da ist jeder Rat, jeder Tipp enorm hilfreich“, sagt Margitta Degener, Vorsitzende von Horizonte e.V. „Die Stelle wird in diesem Jahr auslaufen, aber sie wird auch aufrechterhalten, wie Degener sagt: „Es wird weitergehen.“

Die Erlöse aus dem Lauf für das Leben 2015 wird aber erneut in sinnvolle Kanäle fließen: „Damit wollen wir die Ausstattung eines Begegnungszentrums finanzieren“, sagt Degener und ist nach dem Erfolg von 2013 sehr zuversichtlich, dass es auch am Samstag gelingen wird, eine stattliche Summe zusammenzubekommen.

Ein wenig Bedenken haben die Organisatoren bezüglich der drohenden Hitze, allerdings könne ja jeder so viele oder so wenige Runden laufen wie locker möglich ist. „Es herrscht kein Leistungsdruck, es ist ein echter Lauf für Jedermann“, betont Degener.

Etwa 100 Helfer werden die Veranstaltung über die Bühne bringen. Maßgeblich beteiligt ist das Institut für Sportwissenschaften (IfS) um den stellvertretenden Leiter Arne Göring.

Auch er steht für das Ziel, mindestens 20.000 Runden, besser aber 25.000 Runden zu zählen. Mit helfen werden dabei auch Promis wie die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU). Schirmherr ist übrigens Ron-Robert Zieler, laufbegeisterter Torwart von Hannover 96 und Fußball-Weltmeister, der sich gerne für die gute Sache einsetzt.

Von Thomas Kopietz

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.