58-Jähriger erschossen

Leiche an Diemardener Warte: 16-jähriger Sohn des Toten unter Tatverdacht

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Die Diemardener Warte: Hier wurde der 58-jährige Tote gefunden. 

Göttingen/Diemarden. Hinter einem Tötungsdelikt in der Nähe von Göttingen steckt nach Informationen der HNA ein 16-jähriger Göttinger. Dabei handelt es sich um den Sohn des toten Mannes aus Gleichen.

Aktualisiert um 15.50 Uhr - Der Jugendliche soll seinen 58-jährigen Vater, der in Kassel wohnte, nach Angaben der Ermittler mit mehreren Schüssen in den Oberkörper getötet haben. Das hat die Obduktion des Leichnams am Freitag ergeben. 

Der Leiche war am vergangenen Freitag gegen 11.10 Uhr an der Diemardener Warte von Spaziergängern gefunden worden.

Das Motiv für die Tat wird in der Pressemitteilung nach ersten Ermittlungen "im innerfamiliären Bereich vermutet". Das könnte beispielsweise bedeuten, dass es zwischen Vater und Sohn Streitigkeiten gab. Unbestätigten Informationen zufolge habe der Mann seit längerer Zeit seiner Frau und seinem Sohn nachgestellt.

Der Schüler äußerte sich bislang noch nicht zum Tatvorwurf. Er ist seit seiner Festnahme in ärztlicher Betreuung.

Der Fundort der Leiche ist vermutlich auch der Tatort. Das hat die Polizei am Montagnachmittag bekannt gegeben. 

Der Jugendliche wurde am Freitag gegen 17 Uhr in einem Haus am Schildweg in Göttingen festgenommen. Er soll keinen Widerstand gegenüber der Polizei geleistet haben.

Die Ermittler gehen aufgrund der Spurenlage davon aus, dass der 58-Jährige an der Diemardener Warte getötet wurde. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde unterdessen von der Polizei beschlagnahmt. Um welche Art von Schusswaffe es sich handelt, hat die Polizei bisher nicht bekanntgegeben.

Die Leiche des Mannes wurde am gleichen Tag gegen 11.10 Uhr vor der Diemardener Warte südlich von Göttingen aufgefunden. Der Mann soll unbestätigten Angaben zufolge im Besitz eines Jagdscheines gewesen sein. Ob dies im Zusammenhang mit einer möglichen Tatwaffe steht, ist nicht bekannt.

Die Arbeit der Mordkommission "Aussicht" geht unterdessen mit Hochdruck weiter. Hierzu gehören neben der Auswertung der Spurenlage unter anderem die Fortsetzung der Befragungen von Anwohnern und weiteren Zeugen sowie auch die intensive Begutachtung des privaten Umfeldes des Tatverdächtigen.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat inzwischen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags beim Amtsgericht Göttingen beantragt. Eine Entscheidung wird noch am heutigen Dienstag erwartet.

Polizei sucht Zeugin

Inzwischen sucht die Polizei nach einer Zeugin. Eine bislang unbekannte Frau soll nach derzeitigen Ermittlungen der Beamten den 16-jährigen Tatverdächtigen während seines Rückweges zu Fuß vom Tatort in Richtung der Göttinger Innenstadt angesprochen haben. Wo dies stattfand und ob sie den Jugendlichen möglicherweise im Auto mitnehmen wollte oder es einen anderen Anlass gab, ist allerdings unbekannt.

Die Polizei bittet Frauen, die am vergangenen Freitag, 21. April zwischen 10 und 14 Uhr auf der in Frage kommenden Strecke Kontakt zu einem jungen Fußgänger hatten, sich unter der Rufnummer 0551/491-2115 zu melden.

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