Turnier für Fünft- bis Achtklässlerinnen

Girls Kick: 600 Mädchen spielten um Titel

Feuern ihre Mitspielerinnen an: Schülerinnen des Grotefend-Gymnasiums aus Hann. Münden. Fotos: Wüstefeld

Göttingen. Sie kreischen, schreien, fassen sich ungläubig an den Kopf, nur um Minuten später in Jubel auszubrechen: Beim Girls Kick in Göttingen am Dienstag, 11. Juni, konnte man am Rand der Spielfelder so gut wie alles an Emotionen erleben, die Fünft- bis Achtklässlerinnen in Petto haben.

Gespielt wurde auf den Plätzen der Uni Göttingen. Auf den insgesamt acht Feldern ging es heiß her: Gut 600 Schülerinnen in 63 Mannschaften der weiterführenden Schulen aus Stadt und Landkreis Göttingen kämpften um Platz eins beim Girls Kick Turnier 2013. Fünf Mädchen stehen pro Mannschaft auf dem Feld, eines im Tor, zehn Minuten dauert ein Spiel. Die restlichen Spielerinnen stehen direkt an der weißen Linie und feuerten ihre Mannschaft an, so lautstark wie möglich.

„Die Kleine da, die ist richtig gut“, hört man am Spielfeldrand zwei Mädchen über ein anderes aus einem gegnerischen Team sagen. Auf die müsse besonders gut aufgepasst werden, wenn man selbst gegen sie spielt.

Generell geht es aber vor allem um den Spaß: Auch wenn die Mädchen traurig wirken, wenn ein Spiel verloren geht, zeigen sie sich als Team. Dabei feuern sich auch auf dem Spielfeld an: „Los gehts Mädels.“ Und wird das Tor einmal nicht getroffen, tönt ein „Sorry“ über den Platz.

Turnier zum achten Mal

Zum achten Mal gibt es das Turnier in Göttingen bereits. Angefangen im Fußball-Weltmeisterschaftsjahr 2006, wollte der Mädchenarbeitskreis Göttingen das Fußballfieber mitnehmen und daraus ein Ereignis für junge Frauen schaffen – mit Erfolg. Mittlerweile hat sich das Turnier so sehr etabliert, dass einzelne Lehrkräfte vor Schuljahresbeginn nachfragen, für wann der Girls Kick geplant sei. „Mit 63 Teams haben wir in diesem Jahr dann auch die Grenze erreicht“, erzählt Helga Steininger vom Kommunalen Kinder- und Jugendbüro, die das Turnier mit koordiniert. Aber auch, wenn sich so natürlich viele Menschen auf dem Rasen tummeln: „Es herrscht hier ein fairer Charakter, die Mädchen gehen anständig miteinander um.“

Klassenstufen fünf bis acht

Mitspielen dürfen Schülerinnen der Klassenstufen fünf bis acht. „Die Altersgruppe haben wir bewusst gewählt, weil dann viele mit dem Sport aufhören“, erklärt Britta Thür vom Frauenbüro der Stadt Göttingen, die Steininger zur Seite steht.

Gespielt haben die Teams in acht Gruppen, die ersten haben sich jeweils für das Halbfinale qualifiziert. Gewinnen konnten letztendlich aber nur zwei Teams: Bei den fünften und sechsten Klassen verwiesen die Girls2GoTheo1 vom Theodor-Heuss-Gymnasium Göttingen die Mannschaften Smilies (KGS Moringen), Master of Desaster (KGS Göttingen) und die kickenden Girls (Schule am Hohen Hagen Dransfeld) auf die Plätze zwei bis vier.

Bei den siebten und achten Klassen haben sich die Chicas der IGS Bovenden durchgesetzt. Die Plätze zwei, drei und vier belegen Die wilden Ursulinen (St.-Ursula-Schule Duderstadt), die 12 Fragezeichen (IGS Göttingen) und das Max Planck Gymnasium 1. (cow)

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