Max-Planck-Gymnasium: Kooperation mit Betrieben im Viererpack

Zusammenarbeit mit Betrieben und Einrichtungen: Das Max-Planck-Gymnasium (MPG) Göttingen hat Kooperationsverträge mit vier Betrieben geschlossen.. Foto: Lawrenz

Göttingen. Ein vierfaches Fest hat das Max-Planck-Gymnasium gefeiert. Mit einem Kooperationsvertrag wurde die Zusammenarbeit mit vier Einrichtungen und Betrieben besiegelt. Den Schülern sollen so auch Berufsorientierungen gegeben werden.

Partner der Schule sind Psychiatrische Klinik Asklepios, die Göttinger Werkstätten, die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sowie das Sanitätshaus O.R.T. in Verbindung mit dem Luisenhof.

Die Hinwendung zu Menschen mit Beeinträchtigungen durch Alter, Krankheit oder Behinderung hob Schulleiter Dr. Wolfgang Schimpf dabei hervor. Denn Schule müsse sich nicht allein um die Köpfe ihrer Schüler kümmern, sondern auch um ihre Herzen. Mit den neuen Kooperationen habe das MPG diese Aufgabe angenommen.

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“ – dieses afrikanische Sprichwort habe das Max-Planck-Gymnasium sich zu Eigen gemacht und außerschulische Partner mit ins Boot genommen, beschrieb Ruben Urban als Beauftragter für externe Kooperationen der Schule.

Die Auseinandersetzung mit psychischem und physischem Leid relativiere die Bedeutung des eigenen Lebens und helfe den Schülern bei der Identitätsbildung.

Gustav Süszer von der Asklepios Psychiatrie war es wichtig, dass die Klinik als Ausbildungszentrum wahrgenommen werde.

„Dass wir für Menschen arbeiten und nicht für Gewinn“, ist für Petra Reußner von den Göttinger Werkstätten entscheidend.

In der Initiative SchulBetrieb ist die Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieben gewachsen. Das MPG sei die 45. Schule, die einen Vertrag abschließe, resümierte Lüder Sudmann von der Bildungsinitiative – in Göttingen ist es das fünfte Gymnasium, das Teil der Initiative wird.

In dem Projekt der Bildungsregion Göttingen werden Schulen und Unternehmen in Südniedersachsen bei der Anbahnung von langfristigen Lernpartnerschaften unterstützt.

Den Schülern werden neue Möglichkeiten zur Berufsorientierung geboten. Das MPG arbeitet schon seit etwa sechs Jahren mit dem Sanitätshaus O.R.T. und dem Seniorenzentrum Luisenhof zusammen. Neu hinzugekommen sind die Verbindungen zu der Asklepios Psychiatrie, den Göttinger Werkstätten und der Universitätsmedizin. Schimpf will damit auch die Idee von nachhaltigen Lernpartnerschaften fördern. (zul)

Von Ute Lawrenz

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