Lichtenberg-Medaille für Bach-Spezialisten Joshua Rifkin

Ehre: Akademie-Präsident Prof. Stefan Tangermann (rechts) überreichte Prof. Joshua Rifkin die Lichtenberg-Medaille.
+
Ehre: Akademie-Präsident Prof. Stefan Tangermann (rechts) überreichte Prof. Joshua Rifkin die Lichtenberg-Medaille.

Göttingen. Die Aula der Universität Göttingen am Wilhelmsplatz bildete den stilvollen Rahmen einer öffentlichen Sommersitzung der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Der amerikanischen Musikwissenschaftler Prof. Joshua Rifkin erhielt die Lichtenberg-Medaille und damit die höchste Auszeichnung der Akademie.

„Ich habe den Verdacht, dass diejenigen, die sich die Statuten für die Vergabe dieses Preises ausgedacht haben, Joshua Rifkin schon im Kopf hatten“, scherzte der Präsident der Göttinger Akademie, Prof. Stefan Tangermann, der die Goldmedaille und die Urkunde überreichte. Diese Statuten besagen, dass der Preis „an besonders hervorragende und in der Öffentlichkeit angesehene Wissenschaftler“ verliehen wird. Und das sei bei Rifkin zweifelsohne der Fall.

Rifkin wurde 1944 in New York geboren. Neben seiner Tätigkeit als Musikwissenschaftler zählt der international gefragte Pianist, Cembalist und Dirigent zu den bedeutendsten Bach-Interpreten der Gegenwart. Er studierte auf der Juillard School of Music, an der New York University und an den Universitäten in Göttingen und Princeton. Zwischen 1970 und 1982 lehrte Rifkin als Professor an der Brandeis University, als Gastdozent auch in Harvard und Yale. Seit 2003 ist er Professor an der Boston University. Als Träger der Lichtenberg-Medaille tritt er die Nachfolge des deutschen Chemikers Prof. Helmut Schwarz an, der den Preis 2012 erhielt.

Weitere Preise

Zu Beginn der Sommersitzung, die musikalisch von der mehrfach ausgezeichneten Pianistin Elisabeth Brauss begleitet wurde, hatte Akademie-Präsident elf neu gewählte Mitglieder vorgestellt, darunter mit Prof. Achim Spiller, Prof. Ivo Feußner, Prof. Theo Geisel und Prof. Franc Meyer auch vier von der Georg-August-Universität Göttingen. Die Preise für Nachwuchswissenschaftler unter 40 Jahren gingen diesmal an Dr. Friederike Valerie Lange (Geisteswissenschaften) und an Prof. Johannes Grave (Hans-Janssen-Preis). (per)

Hintergrund

Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen wurde 1751 vom damaligen Landesherrn König Georg II. August von Großbritannien, Kurfürst von Hannover gegründet. Zu den bekanntesten Mitgliedern der traditionsreichen Gelehrtengesellschaft und außeruniversitären Forschungseinrichtung zählten die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, David Hilbert und Werner Heisenberg.

Die Akademie vereint rund 400 herausragende Wissenschaftler über Fach- und Ländergrenzen hinweg. Als Forschungseinrichtung betreut sie wissenschaftliche Langzeitprojekte von internationaler Bedeutung. In vielen Veranstaltungen sucht sie den Dialog mit der Öffentlichkeit in gesellschaftsrelevanten Fragen oder bietet vertiefende Einblicke in spezielle Wissensgebiete. (per)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.