Mehr Geld für SozialCard: Verbesserung der Göttinger Integrationsarbeit

Gute Entwicklung: Sozialdezernentin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck und der stellvertretende SSB-Vorsitzende Christian Steinmetz freuen sich über die Etaterhöhung für die SozialCard. Foto: Schröter

Göttingen. Die Stadt Göttingen stockt den Etat für die SozialCard auf. Damit soll die integrative Arbeit der Sportvereine unterstützt werden.

Fünf Jahre ist es her, dass in der Stadt Göttingen die SozialCard (SC) eingeführt wurde. Damit sollen Menschen in einer schwierigen Lebenslage wie Empfänger von Arbeitslosengeld II, Wohngeld, Sozialhilfe sowie von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz hinaus unterstützt und das Mitwirken an gesellschaftlichen Aktivitäten wie Sporttrieben im Verein überhaupt erst ermöglicht werden.

Für den „Sport-Etat“ der SozialCard ist seit deren Einführung der Stadtsportbund (SSB) zuständig. Bisher erhielten die darin organisierten Sportvereine für jugendliche Mitglieder bis 18 Jahren eine Beihilfe in Höhe von sechs Euro monatlich. „Diese Beihilfe wird auf Wunsch des SSB ab sofort auf acht Euro aufgestockt“, sagt Göttingens Kultur- und Sozialdezernentin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck. Auch eine weitere Anregung des SSB habe große Zustimmung im Rat gefunden. „Die ehrenamtliche Arbeit der Sportvereine mit Flüchtlingen soll ebenfalls unterstützt werden“, so Schlapeit-Beck. Damit werde gezielt das zusätzliche Engagement der Vereine in der Flüchtlingsarbeit gefördert. „Durch die Vereinsmitgliedschaft sollen die Menschen besser und schneller in die Gesellschaft eingegliedert werden“, so die Sozialdezernentin. Für jugendliche Flüchtlinge, die Mitglied im Sportverein werden, seien dann Unterstützungen über das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes möglich.

In der Verwaltung und beim Rat sei man „sehr dankbar, dass die Vereine sich in großartiger Form dieser sozialpolitisch so wichtigen Arbeit widmen“, betonte Schlapeit-Beck. Mit dem Aufstocken des SC-Etats im Sportbereich um fast 50 000 Euro auf jetzt 70 000 Euro pro Jahr wolle man diese wertvolle Arbeit auch honorieren.

Ehrenamtliches Engagement

„Wir sind froh, dass wir mit der Stadt Göttingen ein so positives Ergebnis für unsere Vereine erzielt haben, um deren tolle ehrenamtliche Arbeit weiterhin zu unterstützten“, sagt der stellvertretende SSB-Vorsitzende Christian Steinmetz. Die im Haushalt der Stadt eingestellten und vom Rat beschlossenen Erhöhungen müssen nun nur noch von der Landesregierung genehmigt werden. (per)

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