Caritas

Millionen-Projekt: Alle sollen auf einem Campus in Duderstadt gemeinsam lernen

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Spatenstich für den inklusiven Campus in Duderstadt: Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion sollen künftig dort gemeinsam lernen. 

Weder Herkunft, noch Religion oder soziale Lebenslage spielen hier eine Rolle: Kinder zwischen ein und zehn Jahren sollen ab Sommer 2020 in Duderstadt auf dem inklusiven Campus gemeinsam lernen.

Das Investitionsvolumen beläuft sich auf etwa 5,2 Millionen Euro. Es wird unter anderem aus dem niedersächsischen Landesprogramm „Soziale Integration im Quartier“ gefördert. Der Startschuss für das Projekt wurde jetzt mit einem symbolischen Spatenstich gegeben.

Die künftige Einrichtung des Caritas-Verbandes soll es Menschen mit und ohne Behinderung, unabhängig ihrer Herkunft und Religion sowie unabhängig von der sozialen Lebenslage, Chancen ermöglichen, gleichberechtigt zu leben, „voneinander zu lernen, miteinander zu wachsen und am gesellschaftlichen Leben selbstverständlich teilzunehmen“.

Krippe, Kita, Hort und Co. 

Zunächst werden dazu eine Krippe, eine Kita, eine heilpädagogische Kita, eine Hortgruppe und ein Familienzentrum sowie niedrigschwellige Beratungsangebote für Kinder und Familien in das Gebäude der ehemaligen Pestalozzischule integriert. 

Dafür wurde ein barrierefreies Raumkonzept für das mitten im Herzen Duderstadts liegende Gebäude entwickelt. Ab Sommer 2020 sollen etwa 170 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum zehnten Lebensjahr das Haus mit Leben füllen.

„Das Projekt ist beispielhaft für den Weg einer Kommune zu einem inklusiven frühkindlichen Bildungsangebot und hat landes- wie bistumsweit Pilotcharakter“, erklärt Caritasvorstandssprecher Ralf Regenhardt. Die Caritas freut sich daher besonders über die Patenschaften von Prof. Dr. Eva-Maria Neher, Gründerin des XLAB in Göttingen, und von der Firmengruppe Ottobock aus Duderstadt.

„Unser Ziel ist es, Menschen durch Technik wieder mobil zu machen. Die Möglichkeiten zur Teilhabe sind für die Lebensqualität von Menschen mit Handicap zentral. Inklusion sollte als Begriff eigentlich überflüssig sein. Der Campus wird hierzu einen wichtigen Beitrag leisten,“ sagt Ralf Stuch von Ottobock. „Wesentlich für den Inklusiven Campus ist die enorme Unterstützung der Stadt“, betonte Regenhardt.

Der Caritasverband Südniedersachsen beschäftigt etwa 400 Hauptamtliche Mitarbeitenden. Mehr 200 Menschen engagieren sich ehrenamtlich. 

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