Missbrauch des Notrufs: Strafe für 57-Jährigen

Göttingen. Ein 57-jähriger Mann aus Göttingen kann es offenbar nicht lassen: Nachdem er schon einmal wegen des Missbrauchs von Notrufen in 54 Fällen zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden war, stand er jetzt erneut wegen zahlreicher missbräuchlicher Anrufe vor Gericht.

Der 57-Jährige hatte noch während seiner Bewährungszeit wiederholt in betrunkenem Zustand die Notrufnummer gewählt. In einem Fall hatte er per Notruf die Polizei alarmiert, weil er seinen Wohnungsschlüssel nicht finden konnte.

Das Amtsgericht Göttingen verurteilte ihn deshalb jetzt wegen Notrufmissbrauchs in 24 weiteren Fällen sowie drei Diebstählen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Als Bewährungsauflage müsse der Angeklagte eine Alkoholentzugstherapie absolvieren, teilte ein Gerichtssprecher mit. Eine Begutachtung habe ergeben, dass der 57-Jährige aufgrund seiner Alkoholabhängigkeit eingeschränkt schuldfähig gewesen sei. (pid)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.