Urteil von Juni 2016 rechtskräftig

Mordprozess: Gerichtshof bestätigt lebenlange Strafe für 29-jährige Chinesin

Göttingen. Eine 29-jährige Studentin aus China muss wegen Mordes an einer 24-jährigen Mitstudentin eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßen. Das hat jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden.

Der BGH wies die Revision der 29-Jährigen gegen ein gleich lautendes Urteil des Landgerichts Göttingen als unbegründet zurück. Damit ist das im Juni 2016 gefällte Urteil rechtskräftig.

Die Schwurgerichtskammer hatte es damals am Ende eines zweimonatigen Indizienprozesses als erwiesen angesehen, dass die 29-Jährige im Oktober 2015 ihre ebenfalls aus China stammende Mitstudentin heimtückisch und aus niederen Beweggründen mit zahlreichen Messerstichen ermordet hatte. Die Angeklagte habe es nicht ertragen, dass ihr Freund sich von ihr getrennt hatte und eine neue Beziehung mit der 24-Jährigen eingegangen war. Sie habe die Eifersuchtstat von langer Hand geplant und ein Blutbad in der Wohnung des Opfers angerichtet.

Die Verteidigung hatte damals auf Freispruch plädiert und gegen das Urteil Revision eingelegt. Ihrer Ansicht nach reichten die Indizien nicht aus, um die 29-Jährige als Täterin zu überführen. Der BGH konnte jedoch keinen Rechtsfehler erkennen und bestätigte das Urteil des Göttinger Gerichts.

Nach Überzeugung der Kammer hatte die Angeklagte am Tatmorgen bei der 24-Jährigen geklingelt, um mit dieser noch einmal über die Beziehungsproblematik zu sprechen.

Im Verlaufe dieses Gesprächs habe sie dann mit einem Messer, das sie am Tag zuvor gekauft hatte, auf die neue Freundin ihres Ex-Partners eingestochen. Die 24-Jährige erlitt zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen. Ein Stich durchtrennte die Halsschlagader, so dass die Studentin verblutete. Die Polizei hatte damals die Verpackung des Messers mit einem Fingerabdruck der Angeklagten gefunden und ermittelt, wann und wo das Messer verkauft worden war. 

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