Tier hatte Polizisten angegriffen

SEK-Beamte erschießen bei Razzia in Thüringen Kampfhund-Mischling

Mühlhausen/Göttingen. Bei einer Razzia im Unstrut-Hainich-Kreis (Thüringen) ist es am Dienstag zu einem Zwischenfall gekommen. Dabei tötete ein Spezialeinsatzkommando der Polizei einen Kampfhund-Mischling, der die Beamten angegriffen hatte.

Die Polizei durchsuchte am Dienstag mehrere Wohn- und Geschäftsräume in Nordthüringen. Hintergrund ist ein seit längerer Zeit laufendes Ermittlungsverfahren gegen mehrere Beschuldigte wegen Drogenhandels und Verstoß gegen das Waffengesetz. Die Tatverdächtigen sind zwischen 20 und 48 Jahre alt.

Ergebnis der Razzia: Die Polizisten fanden scharfe Waffen samt Munition.

Zeitgleich wurde um 6 Uhr mit der Durchsuchung aller Häuser begonnen. Auf einem Grundstück in Mühlhausen wurden die Beamten vom Hund des Verdächtigen angegriffen. Obwohl der Beschuldigte bereits bemerkt hatte, dass die Polizei sein Grundstück betreten hatten, rief er den Vierbeiner nicht zurück. Schließlich schossen Beamte des Spezialeinsatzkommandos zur Eigensicherung gezielt auf das Tier. Der Hund wurde dabei getötet. Es handelt sich um einen 49 Kilogramm schweren Mischlingsrüden, eine Kreuzung aus Deutschem Schäferhund und American Staffordshire Terrier.

Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem eine scharfe Pistole vom Typ Walther P38 samt Munition, verbotene Gegenstände, wie Teleskopschlagstöcke, Springmesser und ein Seitengewehr sowie geringe Mengen Rauschgift sichergestellt.

Neben Beamten der Nordhäuser Kriminalpolizei waren an den Durchsuchungen Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes, Beamte der Bereitschaftspolizei und mehrere Diensthundeführer mit Sprengstoffspür- und Rauschgiftsuchhunden beteiligt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. (bsc)

Rubriklistenbild: © dpa

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