Sanierung würde mindestens 860.000 Euro kosten

Nach Hochwasserschaden: Landrat will Sporthalle durch Neubau ersetzen

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Nach dem Hochwasser: In der Nacht zum 17. August mussten mehr als 200 Flüchtlinge aus der Sporthalle in Groß Schneen evakuiert werden, die jetzt neu gebaut werden soll. 

Groß Schneen. Die hochwassergeschädigte Sporthalle Groß Schneen soll nicht saniert, sondern durch einen Neubau ersetzt werden. Göttingens Landrat Bernhard Reuter wird dem Kreistag den Neubau einer Dreifeldsporthalle empfehlen.

Ein Starkregen hatte die Halle Mitte August bis zu 80 Zentimeter unter Wasser gesetzt. Die dort untergebrachten mehr als 200 Flüchtlinge mussten nach Rosdorf umziehen.

Während die Sockelgeschosse der beiden Schulgebäude in Groß Schneen inzwischen saniert wurden, stellt Reuter für die 35 Jahre alte Sporthalle eine Sanierung in Frage. Allein die Kosten für Reinigung, Trocknung, Abdichtung, Beseitigung von Salzausblühungen und für beschädigte Teile wie Tribünenanlage, Sporthallenboden und Geräteraumtore belaufen sich nach einer ersten Schätzung auf mindestens 860.000 Euro.

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Außerdem blieben Restrisiken durch Schimmelpilze und Bakterien. Zudem wurden Mängel an der Bauwerksabdichtung festgestellt. Neben den Sanierungskosten müssten weitere 3,6 Millionen Euro für energetische Instandsetzungsarbeiten, die technische Gebäudeausstattung und die Modernisierung der Sanitär- und Umkleidebereiche aufgebracht werden. Mittelfristig geht Reuter von einem Sanierungsaufwand von mindestens 4,4 Millionen Euro aus.

Bei einem Neubau soll die Bodenplatte zum Schutz vor künftigen Starkregenfällen auf ein höheres Niveau gesetzt werden. Auch deutlich bessere Energieverbrauchswerte sprechen nach Einschätzung Reuters für einen Neubau.

Für den Neubau der Sporthalle müssten 5,9 Millionen Euro im Kreishaushalt 2016 eingeplant werden.

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