Amt für regionale Landesentwicklung in Hildesheim

Nach neuer Regierungskonstellation in Hannover: Heike Fliess löst Karin Beckmann ab

Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim: Heike Fliess (rechts) ist die neue Landesbeauftragte und übernahm die Leitung von Karin Beckmann. Die Ernennung übernahm Birgit Honé, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten. Foto: Nieders. Staatskanzlei/nh

Göttingen. Wechsel an der Spitze des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser: Heike Fliess ist neue Landesbeauftragte und löst Karin Beckmann ab, die das Amt seit 2014 geleitet hat.

Am Amtssitz im Post-Haus in Hildesheim verabschiedete Birgit Honé, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Beckmann und dankte ihr für die gute Arbeit und dafür, das Amt und seine Aufgaben bekannter gemacht haben. Beckmann musste in Hildesheim Aufbauarbeit leisten, war seit 2014 die Gründungsleiterin des Hauses mit seinen etwa 90 Mitarbeitern.

Der Wechsel an der Spitze ist nun Folge der neuen Regierungskonstellation in Hannover. Während Karin Beckmann ein SPD-Parteibuch hat, ist Nachfolgerin Heike Fliess ein CDU-Mitglied. Die CDU habe das Vorschlagsrecht für zwei der vier Landesbeauftragten gehabt, heißt es in einem Bericht der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung.

Heike Fliess passt aus regionaler Betrachtung und Herkunft in „ihr“ Landesamt: Sie wurde 1964 in Hameln geborene, machte dort ihr Abitur am Wirtschaftsgymnasium und studierte später auch in Göttingen.

Fliess bringe neben ihrer Verwaltungskompetenz auch die Fähigkeit in ihr neues Amt mit, im politischen Raum trittsicher zu agieren, sagte Honé. So hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin auch für Rita Süßmuth (CDU) und als leitende Ministerialrätin im niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gearbeitet.

2014 wurden vom Land in den Regionen Braunschweig, Leine-Weser, Lüneburg und Weser-Ems Ämter für regionale Landesentwicklung (ÄrL) eingerichtet. Aufgabe ist es, mit den Akteuren vor Ort passgenaue, regionale Entwicklungskonzepte und Förderprojekte für die unterschiedlich geprägten Landesteile Niedersachsens zu planen, zu bündeln und umzusetzen.

An der Spitze der Landesämter stehen die Landesbeauftragten. Sie koordinieren den Einsatz der Fördergelder, die von der EU kommen. Sie schaffen zudem Netzwerke und haben eine wichtige Scharnierfunktion: Die Landesämter sind Vertreter der Landesregierung in ihren Regionen, vertreten aber wiederum auch ihre Regionen innerhalb der Landesregierung und stehen vor Ort als Ansprechperson des Landes zur Verfügung.

Die Landesbeauftragten sind zuständig für zentrale Fragen der Landesentwicklung, der Regionalplanung und der Raumordnung, der Stadt- und Landentwicklung und der Wirtschaftsförderung – letzteres insbesondere bei der Umsetzung der Europäischen Strukturfonds. (tko)

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