Corona-Pandemie

Corona-Regeln in Niedersachsen: Was jetzt für Schulen und Kitas gilt

In Niedersachsen gilt die Pflicht zum Tragen einer OP-Maske für alle Schülerinnen und Schüler. (Archivbild)
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In Niedersachsen gilt die Pflicht zum Tragen einer OP-Maske für alle Schülerinnen und Schüler. (Symbolbild)

Im neuen Jahr müssen Kinder und Jugendliche in Niedersachsen ab Montag wieder in die Schule. Im Zuge der Pandemie sind neue Corona-Regeln zu beachten.

Hannover – Der Schulbetrieb im Land Niedersachsen, wo jetzt auch Jugendliche geboostert können, war schlecht auf den Unterricht unter Pandemiebedingungen vorbereitet – zu dieser Erkenntnis kommt der Corona-Sonderausschuss des Landtags in Hannover. In einem Berichtsentwurf des Ausschusses, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, viele Schulen seien „vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt, mit den vorzufindenden baulichen Gegebenheiten den gewünschten Infektionsschutz zu gewährleisten“. Nun gelten zum Schulstart folgende Corona-Regeln in Niedersachsens Schulen.

Bundesland:Niedersachsen
Fläche:47.709,82 km²
Einwohner:8.003.421 (Stand: 31. Dezember 2020)
Ministerpräsident:Stephan Weil (SPD)
Hauptstadt:Hannover

Corona-Regeln in Niedersachsens Schulen: Schulstart am Montag nach Weihnachtsferien

Mit Blick auf den Distanzunterricht hätten sich zudem „digitale Einschränkungen nicht nur am Wohnort der Schülerinnen und Schüler, sondern auch in den Schulen“ gezeigt. Kurz vor dem Schulstart nach den Weihnachtsferien in Niedersachsen sind vor diesem Hintergrund einmal mehr neue Corona-Regeln in Niedersachsens Schulen zu Schulstart am Montag, 10. Januar 2022, zu beachten, die durch die Politik erlassen worden sind. Unter anderem steht auch zur Debatte, die Weihnachtsruhe in Niedersachsen zu verlängern. Eine Übersicht!

Schulstart in Niedersachsen: Neue Corona-Regeln sind zu beachten

Wie sieht es mit dem Unterricht aufgrund der Corona-Regeln aus? Wann startet die Schule nach den Weihnachtsferien
Alle Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen müssen von Montag, 10. Januar 2022, an wieder zur Schule gehen.
Muss eine Maske aufgrund der Corona-Regeln in Niedersachsens Schulen getragen werden?
Ja, alle Schülerinnen und Schüler im Bundesland Niedersachsen sowie das Schulpersonal müssen einen Mund-Nasenschutz tragen, auch während des Unterrichts. Dies muss nach den neuen Corona-Regeln in Schulen mindestens eine OP-Maske sein. Zuvor waren für jüngere Schüler auch Stoffmasken ausreichend.

Corona-Regeln an Schulen in Niedersachsen: Alle Schülerinnen und Schüler müssen eine OP-Maske tragen

Wo bekommen Schüler OP-Masken her?
Generell ist vorgesehen, dass die Schüler die OP-Masken selbst mitbringen. Schulen können aber dazu eine Art Reserve anlegen, falls jemand doch mal keine Maske dabei hat.
Wie sieht es mit Corona-Tests in den neuen Corona-Regeln für Niedersachsens Schulen aus?
In der ersten Schulwoche sind laut der neuen Corona-Regeln für Niedersachsens Schulen jeden Tag Corona-Schnelltests vorgesehen. Dies gilt nicht für Kinder, Jugendliche sowie Beschäftigte an den Schulen, die bereits gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-19-Infektion genesen sind. Die Betroffenen sollen sich zu Hause vor Beginn des Unterrichts testen – damit soll verhindert werden, dass bei einem positiven Test eine mögliche Corona-Infektion in die Schule getragen wird. Die Tests werden von den Schulen gestellt.

Schulstart nach Weihnachtsferien in Niedersachsen: Tägliche Corona-Tests in der ersten Schulwoche sind laut den Corona-Regeln in Niedersachsens Schulen fest vorgesehen

Bekomme ich laut den Corona-Regeln in Schulen in Niedersachsen auch Corona-Tests von der Schule, wenn ich bereits geimpft oder genesen bin?
Prinzipiell können sich auch geimpfte und genesene Schüler oder Lehrer mit den zur Verfügung gestellten Kits testen, sofern es die Kapazitäten der Schule erlauben.
Wie geht es weiter mit den Schnell-Tests?
Nach vorherigen Plänen sollte die Testpflicht in der zweiten Schulwoche nach den Ferien auf dreimal wöchentlich gesenkt werden. Dies wird nun unwahrscheinlicher. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) kündigte am Freitagabend an, dass die tägliche Testpflicht „bis auf Weiteres“ greifen soll. Eine genauere Zeitangabe machte er zunächst nicht.

Corona-Testwoche zum Schulbeginn in Niedersachsen: Ab der zweiten Woche nur noch drei Tests wöchentlich?

Was geschieht bei einem positiven Testergebnis?
Ist jemand positiv getestet, muss dies mit einem PCR-Test bestätigt werden. Er ist in der Regel zuverlässiger als die eingesetzten sogenannten Antigen-Tests. Bei einem positiven Test soll die Schule umgehend informiert werden. Wer einen positiven Laientest hat, hat Anspruch auf einen kostenfreien PCR-Test, er etwa in einem Testzentrum oder bei einem Arzt gemacht werden kann.
Was passiert mit der Lerngruppe, wenn ein Schüler positiv getestet ist?
Dann greift das sogenannte Intensivtesten, bei dem sich alle – auch Geimpfte sowie Genesene – an fünf Schultagen in Folge täglich testen müssen. Dies kann aber abgebrochen werden, wenn sich der Verdachtsfall durch einen negativen PCR-Test nicht bestätigen sollte. Dadurch müssen laut Kultusministerium schulische Kontaktpersonen der Infizierten nicht länger ermittelt und in Quarantäne geschickt werden. In Einzelfällen können Quarantänemaßnahmen durch das zuständige Gesundheitsamt jedoch weiterhin angeordnet werden.
Was sagen andere Parteien und Verbände zu den Corona-Regeln in Niedersachsens Schulen?
Der FDP-Bildungspolitiker Björn Försterling beispielsweise forderte tägliche Corona-Tests im gesamten Januar für alle Schüler, unabhängig vom Impfstatus. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) pochte auf einen Notfallplan für die Schulen, sofern Lehrkräfte aufgrund von vermehrten Corona-Infektionen fehlen sollten.

Corona-Regeln in Kitas in Niedersachsen: So geht es in den Kindertagesstätten und Kindergärten weiter

Wie sieht es bei den Corona-Regeln in Niedersachsens Kitas aus?
Anders als im Schulbereich gibt es laut den Corona-Regeln in Niedersachsens Kitas keine Testpflicht. Das Land stellt den Landkreisen und kreisfreien Städten pro Woche und Kind im Kindergartenalter drei Antigen-Schnelltests zur Verfügung. Die Anwendung dieser Tests soll zu Hause durch die Eltern erfolgen. Das Ministerium betonte, dass über eine Testpflicht derzeit diskutiert werde. Eine Entscheidung stehe allerdings noch aus.
Was gilt für Beschäftigte in den Kitas nach den Corona-Regeln in Niedersachsen?
Für Kindertageseinrichtungen (Kitas) gilt wie für alle Arbeitsstätten, in denen Personenkontakt nicht ausgeschlossen ist, nach den Corona-Regeln in Niedersachsen die 3G-Regelung am Arbeitsplatz. Beschäftigte, die weder geimpft noch genesen sind, müssen sich laut Ministerium grundsätzlich selbst um einen Test mit Nachweis kümmern. Arbeitgeber stellen demnach zwei Testungen pro Woche zur Verfügung. Die anderen Tests sind in Testzentren, Apotheken oder bei Hausärzten vorzunehmen, ein vor der Arbeit zu Hause durchgeführter Selbsttest ist nicht gültig.
Wie sieht es mit Quarantänemaßnahmen in Kitas aus?
Sie werden durch das jeweils zuständige Gesundheitsamt angeordnet.

Der Landtag hatte die Einrichtung des Corona-Sonderausschusses im Herbst 2020 beschlossen, um die Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Pandemie zu analysieren und Erkenntnisse zur Vorbereitung auf mögliche weitere Pandemien zu gewinnen. Dazu wurden zahlreiche Experten wie die Physikerin Viola Priesemann, der Virologe Hendrik Streeck und die Regionalbischöfin Petra Bahr angehört.

Corona-Regeln vor und nach den Weihnachtsferien 2021 an den Schulen in Niedersachsen

  • Die Weihnachtsferien in Niedersachsen finden regulär im Zeitraum von Donnerstag, 23.12.2021, bis Freitag, 07.01.2022, statt.
  • Sicherheitswoche: Tägliche (Selbst)Tests während der ersten Schulwoche nach den Ferien.
  • Unterricht: Es gilt Präsenzunterricht an allen Schulen, solange die örtlichen Gesundheitsbehörden keine andere Weisung geben. An allen Schulen finden der Unterricht, außerunterrichtliche Angebote der Ganztagsschule sowie sonstige schulische Veranstaltungen in festgelegten Gruppen statt, die aus mehreren Lerngruppen bestehen können und in ihrer Personenzusammensetzung möglichst unverändert sind (Kohorte).
  • Maskenpflicht: Im Schulgebäude hat jede Person eine Mund-Nasen-Bedeckung (OP-Maske) zu tragen. Dies gilt auch für Kinder unter 14 Jahren.
  • Testen: Schülerinnen und Schüler und an der Schule tätige Personen müssen sich regelmäßig testen, es sei denn, sie sind durchgeimpft oder genesen. Getestet wird in der Regel dreimal je Woche. Die Schule darf nur bei einem Negativ-Ergebnis oder Nachweis der Impfung bzw. des Genesenen-Status betreten werden. Wie gewohnt werden die Selbsttests von der Schule ausgegeben, die zu Hause dann vor dem Unterricht durchgeführt werden.
  • Klassenfahrten und Ausflüge: Mehrtägige Schulfahrten ins In- und Ausland werden bis einschließlich 31. Januar 2022 untersagt. Bei eintägigen Fahrten und Veranstaltung sollen die Schulen mit Blick auf das jeweils aktuelle Infektionsgeschehen prüfen, ob das pädagogische Interesse an der Veranstaltung das infektiologische Risiko überwiegt.
  • Schulveranstaltungen: Veranstaltungen wie Adventsfeiern oder Weihnachtskonzerte sind in der Klassen- und Schulgemeinschaft möglich. Auf externe Besucherinnen und Besucher muss allerdings verzichtet werden. Das gilt auch für die Teilnahme Erziehungsberechtigter. Elternabende und Elternsprechtage sollten vorrangig digital abgehalten werden. Sollten sie als Präsenzveranstaltungen ausgerichtet werden, gilt die 2G-Plus-Regel bei zusätzlicher durchgehender Maskenpflicht sowie Einhaltung der Abstandsregeln.

Am Freitag waren die Ministerpräsidenten der Länder zusammen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und dessen Expertenrat zu einem Krisengipfel zusammengekommen. Die Verantwortlichen eint die Sorge vor der rasanten Ausbreitung des Coronavirus. Vor allem die neue Omikron-Variante, gegen die im Grunde nur eine Booster-Impfung halbwegs verlässlich schützt, gilt als hochansteckend. Innerhalb einer Woche hat sich der Omikron-Anteil bei allen Ansteckungen verdreifacht. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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