Neue Betrugsmasche: Anrufer sind auf Bezahl-Codes scharf

Paysafecard: Die Karte funktioniert wie die Prepaidkarte von Mobiltelefonen und wird mit unterschiedlichen Wertstaffelungen angeboten. Foto: dpa

Göttingen/Holzminden. Die Polizei in Südniedersachsen warnt vor einer neuen Betrugsmasche. Betroffen sind insbesondere Tankstellen, die so genannte „Paysafe“-Karten anbieten.

Mit diesen Karten kann man bargeldlos bezahlen, wenn man sie zuvor zum Beispiel an einer Tankstelle gekauft hat. Betrüger versuchen inzwischen verstärkt, illegal an die Bezahlcodes der Karten zu kommen. Dabei ist nach Schätzungen der Polizei bereits ein Schaden von mehreren tausend Euro entstanden.

Und so funktioniert die Masche: Die Täter rufen mit unterdrückter Nummer an und geben sich als Mitarbeiter eines Zahlungsdienstleisters aus. Die Betrüger geben vor, dass angeblich Limits für die „Paysafe“-Karten, die von zahlreichen Tankstellen ausgegeben werden, neu festgelegt werden müssen. Eine andere Variante: Es wird am Telefon behauptet, dass eine Überprüfung der Gerätschaften zur Ausgabe der Karten nötig sei. Da die Angerufenen bei Kundenandrang oft ziemlich unter Zeitdruck stehen, gelingt es den Betrügern die Opfer zur Weitergabe von Bezahlcodes zu überreden. Die Codes werden dann von den Tätern in aller Regel bei ausländischen Online-Wettanbietern eingelöst.

In der Region waren beispielsweise Tankstellen in Holzminden, Stadtoldendorf und Bodenwerder betroffen. Präventionssachbearbeiter Alfred Sauer vom Polizeikommissariat Holzminden warnt: „Geben Sie auf keinen Fall aufgrund eines Telefonanrufs solche Codes dem Anrufer durch!“ (bsc)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.