Aktionstage im Grünen enden für Mädchen und Jungen mit Abschlussfest

Neue Erfahrungen im Wald

Fasziniert: Die siebenjährige Finn sägte zusammen mit Förster Gerhard Viehrig eine Scheibe von einem starken Ast ab. Foto: Niesen

Reinhausen. Aktionstage im Grünen erlebten Kinder der Göttinger AWO-Kindertagesstätte Tilsiter Straße und der Klasse 1c der Hermann-Nohl-Grundschule. Sie nahmen am bundesweiten Projekt „Der Wald ist voller Nachhaltigkeit“ teil, das wir exemplarisch vorstellen.

Der siebenjährige Finn war bei dem Abschlussfest mit Eifer bei der Sache: Zusammen mit Förster Gerhard Viehrig sägte er mit einer Bügelsäge erst eine Scheibe von einem starken Ast ab und anschließend bohrte er mit einem Handbohrer ein kleines Loch in die Astscheibe. „Da kannst du dir eine Kette draus machen“, sagte der Förster.

„Da kannst du dir eine Kette draus machen“, sagte der Förster.

Das Sägen unter den eindrucksvollen Sandsteinfelsen des Bürgertals bei Reinhausen war eine Station des Abschlussfestes der Göttinger AWO-Kindertagesstätte Tilsiter Straße und der Klasse 1c der Hermann-Nohl-Grundschule sowie der Waldpädagogik des Forstamtes Reinhausen im Rahmen des bundesweiten Projektes „Der Wald ist voller Nachhaltigkeit“, das wir exemplarisch vorstellen.

Daran arbeiten die Universität Freiburg, die Bundesvereinigung Natur und Waldkindergärten sowie vor Ort das Waldpädagogikzentrum Göttingen - Regionales Umweltbildungszentrum (RUZ) Reinhausen. Ziel ist es, die Erfahrungen in einem gemeinsamen Buch mit passenden Bildungsangeboten münden zu lassen.

Monatliche Waldtage

In monatlichen Waldtagen haben die Kinder die Bedeutung des Lebensraumes Wald und seines Nutzens für die Menschen kennen gelernt: „Vom Babybaum zum Lebensraum für Mensch und Tier – weltweit“. International ist auch der Verbund, in dem zusammengearbeitet wird. So gehören Partner in Österreich, Japan und Korea dazu. In den beiden asiatischen Ländern sollen Waldkindergärten nach deutschem Vorbild etabliert werden.

Den Kindern war es beim Abschlussfest egal. Sie wollten lieber etwas praktisch tun: bauen, suchen, fühlen, erleben und hören. Und dabei hatten sie immer die drei Waldregeln im Kopf: „Nur soweit weggehen, dass man noch einen Erwachsenen sieht“ (Augenregel), „wir essen nur das, was wir selbst mitgebracht haben“ (Mundregel) und „wenn es klatscht, kommen alles zusammen“ (Ohrenregel). Da lernte es sich doch ganz von alleine. (zhp)

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