Neue Projekte: 17 Millionen Euro für Göttinger Forscher

Prof. Dr. Tobias Moser

Göttingen - Göttingen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Förderung für zwei Sonderforschungsbereiche an der Universität und Universitätsmedizin Göttingen um jeweils vier Jahre verlängert. Insgesamt fließen fast 17 Millionen Euro.

Der Sonderforschungsbereich (SFB) „Kollektives Verhalten, von weicher und biologischer Materie“, der an der Fakultät Physik angesiedelt ist liegt an der Schnittstelle zwischen Physik, Chemie und Biologie. In dieses Projekt fließen ab Januar 2015 7,9 Millionen Euro. Beteiligt sind die Fakultäten für Physik und für Chemie der Universität Göttingen, die Universitätsmedizin Göttingen und das Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation.

Ziel des SFB ist es, die Organisation, Kooperativität und Dynamik sowohl nicht-belebter weicher kondensierter Materie als auch biologischer Materie zu erforschen. Dabei wird insbesondere die statistische Physik von Nichtgleichgewichts-Phänomenen entwickelt, um komplexe dynamische Funktionen wie zum Beispiel das Wachstum von Gewebe in lebenden Systemen quantitativ zu verstehen. Sprecher des SFB ist Prof. Dr. Christoph Schmidt vom III. Physikalischen Institut der Universität Göttingen.

www.uni-goettingen.de/de/198253.html

Der Sonderforschungsbereich „Zelluläre Mechanismen sensorischer Verarbeitung“ ist an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) angesiedelt und wird ab Januar 2015 mit insgesamt neun Millionen Euro gefördert. Beteiligt sind Neurowissenwissenschaftler aus vier Einrichtungen der UMG, des Europäischen Neurowissenschaftlichen Instituts, der Fakultät für Biologie und Psychologie der Universität Göttingen, der Göttinger Max-Planck-Institute für biophysikalische Chemie, für Dynamik und Selbstorganisation und für Experimentelle Medizin sowie des Deutschen Primatenzentrums.

Sie verfolgen einen multidisziplinären und integrativen Ansatz, um die grundlegenden und komplexen Mechanismen zu untersuchen, die beim Verarbeiten von Sinnesreizen wie Bildern, Tönen oder Gerüchen ablaufen. Sprecher ist Professor Dr. Tobias Moser, Leiter des Innenohr-Labors in der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der Universitätsmedizin Göttingen. (bsc)

http://sfb889.uni-goettingen.de/index.html#deu

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