Neuer Superintendent Kirchenkreis Göttingen

Neuer Superintendent: Große Mehrheit wählt Uhlhorn an Spitze des Kirchenkreises Göttingen

Der neue Superintendent Dr. Frank Uhlhorn.
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Dr. Frank Uhlhorn wurde von den Synodalen in Landolfshausen zum neuen Superintendenten des Kirchenkreises Göttingen gewählt.

Dr. Frank Uhlhorn wird neuer Superintendent des Kirchenkreises Göttingen. Die Mitglieder der Kirchenkreissynode wählten ihn in Landolfshausen mit großer Mehrheit.

Landolfshausen - Uhlendorf folgt damit auf Friedrich Selter, der als Regionalbischof nach Osnabrück gewechselt war. „Ich bin ein Fan der Gemeindestruktur, die evangelische Kirche lebt in der Gemeinde und von der Gemeinde“, sagte Uhlhorn, der derzeit noch Pastor an der Osnabrücker St. Marienkirche ist.

Gleichwohl werde es Strukturveränderungen geben müssen, kündigte er an. Dabei gehe es vor allem um „multi- und interprofessionelle Teams“, die bestimmte Aufgaben übernehmen sollen.

Kirche werde sich von manchen Dingen verabschieden müssen: „Allein der Blick in den Rückspiegel wird nicht reichen. Wir müssen schauen, wie wir manche Herausforderung meistern können.“ Mit dem Überdenken von Strukturen sei jedoch nicht gemeint, dass die Gemeinde an Wert verliere, sondern sie gestärkt werde.

Uhlhorn, der auch an den Universitäten Rostock und Osnabrück als Lehrbeauftrager für praktische Theologie tätig ist, findet Mut und Risiko notwendig: „Wir brauchen krasse Ideen für Innovationen, für Mut auch, Kirche nach vorne zu bringen, für unseren Auftrag: die Kommunikation des Evangeliums. Das ist mein Verständnis von Leitungshandeln.“

Eine solche mutige Idee ist aus Sicht des künftigen Superintendenten etwa die Umgestaltung der Göttinger St.-Johannis-Kirche zur Bürgerkirche. Die Schaffung einer Bühne, die Theater und Chormusik erlaube, werde Kulturschaffenden der Umgebung ein Forum bieten, sodass man „diese und ihre künstlerischen Impulse einbezieht, in Anlehnung und auch mal im Widerspruch damit umgeht.“

Auch Berührungspunkte zwischen Forschung, Lehre und Gemeinden wolle er schaffen: „Das wäre für beide Seiten gut – für die Gemeinden, aber auch für Theologiestudierende, um einen Einblick darin zu bekommen, wie es in den Gemeinden abläuft.“

Uhlhorn ist zunächst für zehn Jahre an die Spitze des Kirchenkreises Göttingen gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.

Die Waaker Pastorin Wiebke Vielhauer hatte in den vergangenen Monaten seit dem Weggang von Superintendent Friedrich Selter als kommissarische Superintendentin den Kirchenkreis Göttingen geleitet. (Bernd Schlegel)

Göttinger Synode sagt Ja zur Fusion mit Kirchenkreis Münden

Die Göttinger Synode sprach sich in Landolfshausen für die Fusion der Kirchenkreise Göttingen und Hann. Münden aus. Zuvor hatten bereits die Mündener Synodalen der Fusion zugestimmt – wir berichteten.

Der neue Kirchenkreis wird dann etwa 90 000 Mitglieder haben, darunter 20 000 in der Region Hann. Münden. Der Kirchenkreis Münden sei zu klein, „um langfristig eigenständig alle seine Aufgaben wahrnehmen zu können.

„Je kleiner der Kirchenkreis, desto kleiner ist auch sein Etat“, hieß es kürzlich bei der Synode in Dransfeld. (Bernd Schlegel)

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