An Kasseler Landstraße soll Nahversorgungszentrum mit Supermarkt entstehen

Neuer Supermarkt für Göttingen: Edeka kauft EAM-Gelände

Jeder, der über die Kasseler Landstraße in Göttingen fährt, kennt das leerstehende EAM-Hochhaus. Foto:  Ketteritzsch

Göttingen. Eine der bekanntesten Brachflächen Göttingens hat einen neuen Eigentümer: Der Einzelhandelskonzern Edeka hat das sogenannte EAM-Gelände an der Kasseler Landstraße (B 3) in Göttingen gekauft. Das bestätigten Edeka und der Energieversorger Eon Mitte auf Anfrage.

Auf dem Gelände, das an einer der Haupteinfallstraßen Göttingens liegt, soll ein Nahversorgungszentrum entstehen. Zum Kaufpreis machten weder Eon Mitte noch Edeka Angaben.

Der Energieversorger hatte seit dem Jahr 2004 versucht, das siebenstöckige Haupthaus mit 2500 Quadratmeter Bürofläche und das 28 000 Quadratmeter große Grundstück zu veräußern. Nach früheren Angaben von Eon hatte ein Gutachter den Wert des Komplexes vor Jahren auf rund sieben Millionen Euro geschätzt. Allerdings galt die Nutzung des Geländes, auf dem sich eine 1600 Quadratmeter große Lastwagenhalle befindet, als schwierig.

Ungenutzt seit 2006

Eon selbst hatte das 1975 nach Plänen des Göttinger Architekten Jochen Brandi errichtete Haupthaus seit 2004 nicht mehr genutzt. Die letzten Mieter zogen im Jahr 2006 aus. Seitdem steht das Gebäude leer. Seine Zukunft ist auch nach dem Verkauf ungewiss.

„Unser Interesse ist nicht auf das Hochhaus gerichtet“, sagte der Geschäftsführer der Edeka Handelsgesellschaft Hessenring mbH, Hans-Richard Schneeweiß. Vielmehr wolle Edeka an der Kasseler Landstraße möglichst bald wieder eine große Einzelhandelsfläche eröffnen.

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Das EAM-Grundstück grenzt an das Areal eines seit 2009 geschlossenen Herkulesmarktes, der ebenfalls zu Edeka gehört. Dieser Markt soll laut Schneeweiß abgerissen werden. Auf dem Gelände soll ein neues, etwa 10 000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum gebaut werden. Zu Details mochte sich Schneeweiß nicht äußern. Auch Stadtsprecher Detlef Johannson beschränkte sich auf die Angabe, Edeka baue ein „Nahversorgungszentrum“. Der Herkulesmarkt war allerdings nicht nur Supermarkt, sondern eine Einkaufspassage mit Baumarkt, kleineren Shops, gastronomischen Angeboten und Elektronikfachhandel.

Insgesamt verfügt Edeka an dem Standort laut Schneeweiß nun über eine 45 000 Quadratmeter große Fläche. „Bis der Bagger kommt wird aber wohl noch ein Jahr vergehen“, sagte der Geschäftsführer. Zunächst muss für die neue Nutzung der Bebauungsplan geändert werden, wofür laut Johannson die Vorbereitungen laufen.

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