Neujahrsempfang: Köhler ist stolz auf die Göttinger

Neujahrsempfang in der Stadthalle: Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler dankte den Göttingern für ihr Engagement in der Flüchtlingsarbeit. Foto: Jelinek

Göttingen. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler ist stolz auf die Göttinger. Er lobte beim Neujahrsempfang am Dienstag in der Stadthalle mit Blick auf die vielen Flüchtlinge in der Stadt die „riesengroße Hilfsbereitschaft“.

„Wie unsere Stadt aus der Flüchtlingskrise eine Flüchtlingshilfe gemacht hat – das beeindruckt mich und macht mich stolz“, sagte das Stadtoberhaupt wörtlich. Dabei dankte Köhler ausdrücklich den vielen Initiativen, die sich um die Flüchtlinge kümmern. Gleichzeitig schwor er die Göttinger darauf ein, dass die Anstrengungen weitergehen müssen. So habe Göttingen von 2013 bis 2015 etwa 1400 Flüchtlinge aufgenommen. In den ersten drei Monaten des neuen Jahres werden es noch einmal 1400 sein. „In einem Vierteljahr so viele wie zuvor in 36 Monaten. Mehr muss man zur Dramatik der Lage, zur Größe unserer Aufgabe und zu den Dimensionen der Herausforderung für uns nicht sagen.“

Containersiedlungen

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler kündigte vor knapp 900 Besuchern in der Stadthalle an, dass die Stadt um die Unterbringung um Flüchtlingen nicht mehr ohne große Einheiten, zum Beispiel Gewerbehalle, bewältigen könne. So werde auch der Bau von Containersiedlungen notwendig werden.

Gleichzeitig richtete das Stadtoberhaupt aber auch den Blick auf andere Projekte, die in diesem Jahr angepackt werden sollen: „Der Bund lässt uns mit seiner Millionenförderung für das Kunstquartier und das Forum Wissen Zeichen für die Göttinger Kultur- und Museumslandschaft setzen, weil unsere, zum Teil mit der Universität gemeinsam entwickelten Konzepte voll überzeugt haben.“

Außerdem versicherte Köhler der Universität, sie bei der neuen Exzellenzinitiative zu unterstützen. Weiterhin kündigte Köhler an, dass es mit dem Neubau des Galeriegebäudes im Kunstquartier und dem Umbau der Groner im Sanierungsbereich „Südliche Innenstadt“ losgeht. Außerdem startet 2016 der Umbau des Maschmühlenweges.

Flächennutzungsplan

Der Oberbürgermeister versprach, dass es bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes weitergeht, der große Bedeutung für die künftige Entwicklung habe.

Mit Blick auf die Kommunalwahl im September warb Köhler schon jetzt dafür, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Und er rief die Göttinger dazu auf, gute Gastgeber zu sein – beim Niedersächsischen Turnfest vom 23. bis 27. Juni.

Nach der Rede des Oberbürgermeisters kam es zu einem ungeplanten Beitrag. Ein Mitglied der Gruppe „Our House OM 10“ stellte das Projekt vor. In dem besetzten früheren Gewerkschaftshaus an der Oberen Maschstraße haben sechs Geflüchtete eine Bleibe gefunden.

Eine Sprecherin berichtete, welche Angebote für Flüchtlinge in dem Haus gemacht werden. Dazu gehören beispielsweise Sprachkurse. Außerdem zeigten zwei maskierte Mitglieder ein Transparent. Schließlich wurde der Ton abgedreht.

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