Göttingen: Neuntklässler bleiben daheim 

Quarantäne nach Corona-Fall an Bonifatiusschule II in Göttingen

Bonifatiusschule II in Göttingen
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Die Bonifatiusschule II in Göttingen: In Kooperation zwischen der Stadt und dem Bistum Hildesheim soll eine Oberschule entstehen.

Nach einer Corona-Erkrankung einer Schülerin der katholischen Bonifatiusschule II in Göttingen wurden 47 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne geschickt.

Göttingen/Duderstadt – Wie das katholische Bistum Hildesheim als Schulträger am Donnerstag auf Anfrage mitteilte, ist die Kohorte des neunten Jahrgangs, also die Klassen 9a und 9b, der Bonifatiusschule II betroffen.

Auch Lehrkräfte sind als Kontaktpersonen ersten Grades identifiziert und in Quarantäne geschickt worden. Das bestätigte die Stadt Göttingen am Donnerstag. Während die 47 Neuntklässler und die betroffenen Lehrer seit Donnerstag also vorerst zu Hause bleiben müssen, gilt für alle anderen Schüler: „Der Schulbesuch findet bis auf Weiteres auf freiwilliger Basis statt“, wie Volker Bauerfeld, Pressesprecher des Bistums Hildesheim, sagte.

Nach Bekanntwerden der Infektion seien sämtliche Anweisungen des Göttinger Gesundheitsamtes umgehend befolgt worden, erklärte Bauerfeld. „Die Schule hat sich auch sofort mit allen Mitarbeitenden und Eltern in Verbindung gesetzt“, so der Sprecher weiter.

Laut Auskunft der Stadt sind bis auf die Quarantäne-Verfügungen, die das Gesundheitsamt gegenüber den Kontaktpersonen ersten Grades ausgesprochen hat, aktuell keine „weiteren Maßnahmen notwendig“. Weitere Details wollte die Behörde aus Datenschutzgründen nicht nennen.

Da für alle anderen Schüler, die nicht in Quarantäne sind, der Schulbesuch vorerst freiwillig ist, macht die Bonifatiusschule II nach eigenen Angaben ab Montag auch wieder Homeschooling-Angebote. So würden Materialien in der Schul-Cloud zur Verfügung gestellt und einige Unterrichtsstunden sollen auch digital – etwa per Videoschaltung – stattfinden, sagte Bauerfeld auf Nachfrage.

Erst am Wochenende war eine Kindertagesstätte in Duderstadt nach einem Corona-Ausbruch mit sieben bestätigten Fällen bis auf Weiteres geschlossen worden. Nach Angaben des Landkreises Göttingen fand am Dienstag ein Reihentest statt, bei dem alle Kinder und Beschäftigte der Kita sowie weitere Kontaktpersonen getestet wurden.

Zwei von 98 Testungen fielen dabei positiv aus, wie Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann am Donnerstag mitteilte. Die Positivgetesteten seien informiert worden und befänden sich in häuslicher Quarantäne. Die Kontaktnachverfolgung bei den neuen Fällen sei bereits erfolgt, ein weiterer Reihentest sei nicht nötig, so Lottmann.
(Andreas Arens)

Corona-Fälle an niedersächsischen Schulen

Seit einer Woche gehen mehr als eine Million Kinder und Jugendliche in Niedersachsen wieder zur Schule. Corona-Fälle gab es seitdem an mehreren Schulen, etwa auch in Hildesheim. Bianca Trogisch, Sprecherin der Landesschulbehörde sagt dazu: „Wenn es an einzelnen Schulen Einschränkungen gibt, sind es immer noch wenige Fälle. Das sind Fälle, die wir erwartet haben.“ Die Behörde beobachte das Infektionsgeschehen, halte die aktuellen Regeln aber für ausreichend. 

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