Folge des Abgas-Skandals

Niedersachsens Polizei muss 1100 Diesel zum VW-Rückruf schicken

Hannover. Der Fuhrpark der Polizei in der VW-Heimat Niedersachsen ist im Abgas-Skandal massiv von Rückrufen betroffen.

Etwa 1000 Streifen- und Zivilwagen der Pkw-Kernmarke VW sowie bis zu 100 Audis, Skodas und Seats müssten für Nachbesserungen zur Werkstatt, berichtete die Zentrale Polizeidirektion (ZPD) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach ist in absoluten Zahlen nur Nordrhein-Westfalens Polizei noch stärker betroffen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland trifft der 2016 startende Rückruf 2100 Wagen. In Baden-Württemberg sind es 989.

In Niedersachsen wird jeder vierte Polizeiwagen zurückgerufen. Zu der Flotte zählen auch Motorräder, Laster und Busse. ZPD-Sprecher Karsten Wolff kann aber beruhigen: Trotz der Dimension des im Januar startenden Rückrufes blieben die Ordnungshüter einsatzbereit. "Unter Mitnutzung der sechs landeseigenen Polizeiwerkstätten sind wir in der Lage, alle betroffenen Fahrzeuge flexibel und der landesweiten Einsatzlage angepasst in die Werkstätten zu schicken", sagte er.

Der zwölf Marken zählende VW-Konzern stelle - inklusive Benziner - gut zwei Drittel des Polizeifuhrparks. Dahinter folgt laut Wolff Mercedes mit zehn Prozent, es schließen sich BMW, Opel und Ford an. Wolff zufolge kauft das Land seine Polizeiwagen meist nach Ausschreibungen. (lni)

Lesen Sie auch:

Umwelthilfe erhebt Vorwürfe gegen Opel

- Abgas-Skandal: Diese Marken und Modelle sind betroffen

- VW-Konzern: Neuere Dieselmotoren ohne Manipulationen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.