Notizen aus Hannover: Sehnsuchtsort Westerstede und eine sportliche Ministerin

Hannover/Göttingen. Unser Korrespondent in Hannover, Peter Mlodoch, hat auch in dieser Woche wieder die Themen am Rande des politischen Alltags in der Landeshauptstadt aufgeschnappt.

Sehnsuchtsort Westerstede. Die rot-grüne Koalition hat jetzt Westerstede (hinter Oldenburg) zum Sehnsuchtsort erkoren. „Westerstede, Westerstede, ich fahre jeden Tag nach Westerstede“, schmetterte das Sprecherduo Olaf Reichert (aus der SPD-geführten Staatskanzlei) und Rudi Zimmeck (aus dem grünen Umweltministerium) zur Melodie von Michaels Holms Schlager „Mendocino“. Die Darbietung zum „Tag der Hausmusik“ in den Räumen der Grünen-Fraktion bekam fröhlich-frenetischen Applaus. Jetzt hoffen die beiden Hobby-Künstler, dass sich der Touristikverband Ammerland meldet und dort vielleicht eine Tournee organisiert.

Sportliche Ministerin. So erlebt man Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) viel zu selten: Ausfallschritt, Ausholen, Abwurf, Abklatschen. In der Turnhalle der Grundschule Wietzenbruch in Celle griff die Ressortchefin beherzt zum Handball und schleuderte das Spielgerät gekonnt aufs Tor. Die Leibesübung gehörte zum landesweiten „Tag des Jungenhandballs“, der im jährlichen Wechsel mit dem „Tag des Mädchenhandballs“ stattfindet und Nachwuchs für diese Sportart gewinnen soll. Heiligenstadt ist dort passenderweise Schirmherrin: Sie hat früher selbst aktiv und leidenschaftlich Handball gespielt.

Mundgerechte Öko-Äpfel. In ihrer nächtlichen Haushaltsklausur haben die Fraktionen von SPD und Grünen noch einmal zusätzlich 500.000 Euro für das Schulobstprogramm in Niedersachsen locker gemacht. Das fiel den Abgeordneten allerdings auch nicht sonderlich schwer, waren sie vorher doch gewissermaßen „bestochen“ worden. Grünen-Parlamentsgeschäftsführer Helge Limburg schnippelte eigenhändig für die Teilnehmer Äpfel in mundgerechte Stücke. Die Öko-Früchte stammten aus der fraktionseigenen Obstkiste, die seit einigen Tagen im Bürotrakt der Grünen steht. „Das ist unser Lifestyle“, erklärte deren Finanzexperte Gerald Heere, betonte aber ausdrücklich, dass man die Äpfel selbstverständlich käuflich erworben habe.

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