Turbulenter Jahreswechsel: Streitigkeiten, Lärm und Unfälle halten Polizei auf Trab

200 Notrufe in einer Nacht

Niedergewalzt: In Höhe des Stadtfriedhofes fuhr ein Taxi am Neujahrsmorgen in ein Absperrgitter. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Foto: Ketteritzsch

Göttingen. Turbulenter Jahreswechsel in der Stadt und im Landkreis Göttingen: Bei der Polizei gingen bis zum Neujahrsmorgen über 200 Notrufe ein. Zum Innehalten angesichts des neuen Jahres hatten die Beamten keine Zeit. Sie mussten in der Silvesternacht über 130 Mal ausrücken.

Viele Anrufer beschwerten sich über Lärmbelästigungen und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Außerdem mussten die Polizisten Streitigkeiten und kleinere Rangeleien in Kneipen und bei privaten Silvesterpartys schlichten.

Auf den Straßen ging es nach Auskunft der Einsatzzentrale dagegen ruhig zu.

„Die winterlichen Straßenverhältnisse hielten augenscheinlich viele Bürger davon ab, das eigene Fahrzeug zu nutzen“, berichtete ein Sprecher. Trotz Schneefalls und glatter Straßen registrierte die Polizei bis zum Vormittag des Neujahrstages lediglich fünf Verkehrsunfälle.

In allen Fällen kamen die Autos von der Fahrbahn ab, lediglich ein Mensch wurde leicht verletzt.

Besonderes Pech hatten über die Jahreswende die Göttinger Taxifahrer. Gleich zwei von ihnen verursachten spektakuläre Unfälle. Schauplatz war jedesmal die Kasseler Landstraße. Am Nachmittag des Silvestertages prallte unweit der Autobahnauffahrt Göttingen ein Taxi mit der Fahrerseite gegen einen Baum. Der Chauffeur wurde von der Feuerwehr leicht verletzt aus dem völlig demolierten Mercedes befreit.

Für Aufsehen sorgte auch der zweite Taxi-Unfall in Göttingen am Neujahrsmorgen gegen 10.15 Uhr: Ein stadtauswärts fahrender Wagen geriet auf schneeglatter Fahrbahn außer Kontrolle und walzte in Höhe des Stadtfriedhofes auf mehreren Metern Länge ein Absperrgitter nieder.

Mitarbeiter der Stadt rückten aus und bauten den zerstörten Zaun ab.

Einem weiteren Autofahrer wird der Jahreswechsel aus einem anderen Grund in schlechter Erinnerung bleiben. Polizisten stoppten den 34-Jährigen gegen 4 Uhr in der Straße Eulenloch. Er war mit mehr als 2,6 Promille Alkohol im Blut unterwegs.

Autowerkstatt beschossen

Im Maschmühlenweg betätigten sich Polizisten in der Nacht als Feuerwehrleute. Bislang Unbekannte hatten dort eine Kraftfahrzeugwerkstatt mit Silvesterraketen beschossen.

Einige der Raketen durchschlugen die Plexiglasscheiben und setzten im Inneren der Autowerkstatt mehrere Kleinteile und einen Besen in Brand. Die Beamten erstickten die Flammen, bevor diese auf das Gebäude übergreifen konnten.

Von Peter Ketteritzsch

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