Novelis-Mitarbeiterkinder bringen Robotern das Fahren bei

So lernen Lego-Roboter fahren: Die Novelis-Mitarbeiterkinder Tim Leser (links) und Theresa Bachmann beim Programmieren eines Roboters. Foto: Schröter

Göttingen. Wie Roboter das Laufen (oder besser das Fahren) lernen, erlebten in dieser Woche 20 Kinder von Novelis-Mitarbeitern bei einem naturwissenschaftlichen Feriencamp, das das Göttinger Unternehmen im Rahmen seines Nachbarschaftsprogramms veranstaltet hatte.

„Das macht richtig Spaß“, sagt Theresa Bachmann, während sie an ihrem Lego-Roboter herumbastelt. „Heute haben wir die Roboter so programmiert, dass sie nicht zusammenstoßen können und dass sie anhalten, wenn sie vor einem Abgrund stehen“, erzählt die Elfjährige voller Stolz. Kein Wunder, hatte sie doch genau wie alle anderen Teilnehmer vorher noch nie mit Robotern zu tun gehabt.

„Ziel des Lego Roboter-Camps ist es, den Kindern Grundlagen wie das Programmieren, Konstruieren und den Umgang mit Robotern zu vermitteln, um damit das Interesse für Ingenieurwissenschaften zu wecken“, sagt Initiatorin Anke Höbelmann. Zielgruppe des von offiziellen Trainern der Roberta Talentförderung geleiteten Camps waren Schüler der Klassen fünf bis sieben. „Ich bin ganz überrascht, wie gut sich der größte Teil der Kinder bei diesem für sie neuen Thema schon anstellt“, lobt Ina May vom Roberta-Regiozentrum in Hannover.

Die Campleiterin hatte sämtliche Materialien mitgebracht und wurde bei der Betreuung und Unterweisung der Kinder von zwei Studenten unterstützt. Neben dem Konstruieren und Programmieren der Roboter gab es für die Teilnehmer aber auch ein Rahmenprogramm: Eine Werksführung, bei der sie mehr über den Arbeitsplatz ihrer Eltern erfuhren, sowie täglich das gemeinsame Essen in der Werkskantine. Und am letzten Workshop-Tag präsentierten die jungen Hobby-Ingenieure stolz ihre Roboter den begeisterten Eltern.

„Wir brauchen dringend junge Ingenieure mit frischen Ideen und Enthusiasmus“, sagt Wolfram Joos, Personalleiter der Novelis-Werke Göttingen, Ohle und Lüdenscheid. „Die Förderung in jungen Jahren ist entscheidend und dabei muss Lernen Spaß machen.“ Genau deshalb sei er „sehr begeistert“ von der Aktion.

Genau wie Anke Höbelmann. „Insgesamt war das Ferien-Camp ein voller Erfolg“, sagt die Organisatorin. Nicht zuletzt deshalb sei auch geplant, künftig einmal im Jahr ein solches Camp während einer Schulferienzeit anzubieten. (per)

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