Behelfsmäßige Lösung

Schule platzt aus allen Nähten: Carl-Friedrich-Gauß-Schüler lernen im Pavillon   

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Farbiger Unterrichtspavillon: Schulleiter Jens Haepe, Bauleiterin Erika Falk, Kreisrat Marcel Riethig und Hartmut Becker, Leiter des Landkreis-Gebäudemanagements (von links).

Groß Schneen. Mit rund 560 Schülern platzt die Carl-Friedrich-Gauß-Oberschule in Groß Schneen derzeit aus allen Nähten. Darum hat der Landkreis Göttingen als Schulträger dort einen aus Containern bestehenden, zweigeschossigen Unterrichtspavillon errichten lassen.

„Nachdem wir 2011 als erste Schule im Landkreis Oberschule wurden, haben sich die Anmeldezahlen nahezu verdoppelt“, sagt Schulleiter Jens Haepe. Waren es vorher jährlich 60 Anmeldungen, so waren es in den vergangenen drei Jahren jeweils rund 110. „Zu diesem Schuljahresbeginn zeichnete sich nun ein zusätzlicher Bedarf von vier Unterrichtsräumen ab“, sagt Kreisrat Marcel Riethig. Darauf habe der Landkreis reagiert und die erforderlichen Haushaltsmittel bereitgestellt, damit pünktlich zum ersten Unterrichtstag nach den Sommerferien die vier neuen Unterrichtsräume des zweigeschossigen Unterrichtspavillons bezogen werden konnten.

60 Quadratmeter groß

Zwischen Kleinspielfeld und Schulhof der benachbarten Grundschule wurde in Abstimmung mit der Schulleitung ein geeigneter Standort gefunden. Annähernd 60 Quadratmeter weist jeder der hell und freundlich gestalteten und mit Akustikdecken ausgestatteten Unterrichtsräume auf.

Vor dem Hintergrund der vielfältigen Klimaschutzaktivitäten des Landkreises in den eigenen Liegenschaften wurde bei dem Unterrichtspavillon auf eine standardmäßige Elektroheizung mit hohen Verbrauchskosten verzichtet und eine Anbindung an die Warmwasserheizung der Sporthalle hergestellt. Die einmaligen Kosten für Fundamentarbeiten, Anbindung an die Heizung, Wasser- und Stromversorgung sowie für die Anbindung an die Brandmeldeanlage betrugen etwa 70.000 Euro. An Mietkosten kommen monatlich noch einmal 8450 Euro hinzu.

„Die mehrfarbige Außenhülle der Container ist bei den Schülerinnen und Schülern richtig gut angekommen“, freut sich Schulleiter Haepe. Zwischenzeitlich habe an der Eingangstür sogar „Villa Carl-Friedrich-Gauss“ gestanden.

Als dauerhafte Lösung ist der Unterrichtspavillon allerdings nicht gedacht. „Die Mietdauer der Container beträgt drei Jahre“, sagt Kreisrat Riethig. Danach werde die Carl-Friedrich-Gauß-Schule das Gebäude der benachbarten Grundschule mitnutzen. Als Eigentümer habe der Landkreis den Mietvertrag dieses Gebäudes mit der Gemeinde Friedland zum Jahr 2017 gekündigt. Wo die Grundschule mit ihren derzeit rund 150 Schülern dann untergebracht wird, steht noch nicht fest. „Der Landkreis wird die Gemeinde aber bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten und dann auch bei der Realisierung der Pläne im Rahmen seiner Möglichkeiten nach Kräften unterstützen“, verspricht der Kreisrat. (per)

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