1. Startseite
  2. Lokales
  3. Göttingen

Olivia Newton-John: Trauer um Enkelin von Göttinger Nobelpreisträger

Erstellt:

Kommentare

Trauer um die Enkelin des Göttinger Nobelpreisträgers Max Born: Die Künstlerin Olivia Newton-John starb in dieser Woche im Alter von 73 Jahren.
Trauer um die Enkelin des Göttinger Nobelpreisträgers Max Born: Die Künstlerin Olivia Newton-John starb in dieser Woche im Alter von 73 Jahren. © Evan Agostini/Invision via AP/dpa /dpa-Archiv/Combo: bsc

Sängerin Olivia Newton-John starb in dieser Woche. Die bekannte Künstlerin ist Enkelin des Göttinger Nobelpreisträgers Max Born.

Göttingen – Weltstar und Sängerin Olivia Newton-John starb am Montag im Alter von 73 Jahren. Sie hat einen berühmten Großvater, den Göttinger Physik-Nobelpreisträger Max Born.

Am 26. September 1948 wurde Newton-John in eine deutsch-britische Akademikerfamilie geboren. Ihr Großvater, der Quantenphysiker und Nobelpreisträger Max Born, war mit seiner Familie 1933 vor den Nazis nach Cambridge geflohen. Als sie fünf Jahre alt war, wanderte die Familie nach Australien aus. Newton-John gründete dort als Teenager eine Mädchenband, kam später nach England zurück und startete dort ihre Weltkarriere.

Olivia Newton-John: Die in dieser Woche verstorbene Künstlerin ist Borns Enkelin.
Olivia Newton-John: Die in dieser Woche verstorbene Künstlerin ist Borns Enkelin. © Evan Agostini/Invision via AP/dpa

Max Born hatte eine enge Beziehung zu Göttingen. Von 1904 bis 1907 war er Student in Göttingen, wo er auch promovierte (1906) und habilitierte (1909). Von 1909 bis 1915 war Born Privatdozent in der Uni-Stadt. Bereits 1920 wurde der Forscher Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Von 1921 bis 1933 war er Professor in Göttingen.

In den 1950er-Jahren kehrte Born nach seinem Exil in Großbritannien nach Göttingen zurück, wo er 1953 zum Ehrenbürger ernannt wurde. Ein Jahr später erhielt Born den Nobelpreis für Physik für seine Arbeiten zur Quantenmechanik. 1957 war Born einer von 18 Unterzeichnern des Göttinger Manifests, das sich gegen die geplante atomare Aufrüstung der Bundeswehr wandte.

Max Born: Er war Professor in Göttingen und erhielt 1954 den Nobelpreis für Physik.
Max Born: Er war Professor in Göttingen und erhielt 1954 den Nobelpreis für Physik. © dpa/Archiv

1970 starb Born. Sein Grab ist auf dem Göttinger Stadtfriedhof zu finden. Nach ihm ist übrigens eine Straße im Göttinger Stadtteil Weende benannt. (Bernd Schlegel)

Auch interessant

Kommentare