Ein Ja zu Olympia in Deutschland

DOG-Vorsitzende: Petra Reußner. Foto: Kopietz

Göttingen. Die Bezirksgrupe Südniedersachsen/Göttingen unterstützt die deutsche Olympia-Bewerbung 2024. Das sagte die Vorsitzende Petra Reußner in ihrer Rede zum Neujahrsempfang am Sonntag im Deutschen Theater.

Reußner begrüßte dazu etwa 100 Mitglieder und Gäste, darunter auch Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler.

Die Ausrichtung der dritten Olympischen Spiele in Deutschland nach 1936 und 1972 wären ein großartiges Ereignis und die Chance, das Land als weltoffen, demokratisch, modern und zukunftsorientiert zu präsentieren, sagte Reußner. Deshalb wolle man als heimische DOG die Bewerbung mit aller Kraft unterstützen, auch mit eigenen Veranstaltungen.

Noch sei aber offen, ob Berlin oder Hamburg das Rennen mache. Das Land Niedersachsen und der Landessportbund jedenfalls haben sich für Hamburg als Olympia-Stadt ausgesprochen. Eine Bedingung für eine erfolgreiche Kampagne sei laut Reußner vor allem, dass hinter einer Kandidatur eine breite gesellschaftliche Akzeptanz dafür steht.

Im August 2016 jedenfalls wird die Bezirksgruppe Südniedersachsen/Göttingen erst einmal zu den Olympischen Spielen nach Rio fliegen und die Tradition der Olympia-Reisen fortsetzen. Im Moment sei man in der schwierigen Phase der Unterkunft-Suche.

Südamerika-Fan und Sportfreund Rolf-Georg Köhler berichtete, dass sich die Menschen in Brasilien riesig auf Olympia freuen, gleichzeitig aber gegen den Gigantismus der Olympischen Spiele wehren, weil es im Land an vielen notwendigen Dingen mangele. Das müsse man zu Kenntnis nehmen.

Und trotz aller Begeisterung für den Sport und Olympia, ist man auch in der Bezirksgruppe Göttingen längst nicht mit allem einverstanden, was vom IOC kommt: 2014 hatte Reußner bereits die Vergabe der Winterspiele ins russische Sotschi kritisiert. Jetzt mahnte sie: „Die Spiele der Zukunft müssten nachhaltig, ökonomisch und ökologisch vertretbar sein.“ Deutschland könne bei einer Vergabe an Hamburg oder Berlin dabei mit gutem Beispiel vorangehen.

Wie das gelingen könnte, sagte Prof. Wolfgang Buss. Er stellte das Olympia-Projekt Hamburg in einem Kurzreferat vor. Buss zeigte dabei auch, dass aus Olympia-Bauten später 3000 Wohnungen werden sollen.

Oberbürgermeister Köhler lobte die Arbeit der DOG-Bezirksgruppe und freute sich darüber, dass Göttingen mit 117 Vereinen eine sportliche Stadt sei: „Der Sport zählt etwas in Göttingen.“ Das müsse so bleiben, und dafür müssten die Kommunen auch mit ihrer Unterstützung sorgen.

Für langjährige Mitgliedschaft in der DOG Südniedersachsen/Göttingen wurden Robert Hanibal und Klaus Storbeck geehrt.

• Mehr Infos: www.dog-suedniedersachsen.de

Von Thomas Kopietz

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