Oppermann: Prüfung zu Denkmal-Sponsoring ist kleinkariert

Denkmal für die Göttinger Sieben am Bahnhof in Göttingen: Umstrittenes Kunstwerk von Spendern finanziert. Foto: Kopietz

Göttingen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann distanziert sich von der Auffassung seines Bundestagskollegen Fritz Güntzler, die Spende für das Denkmal „Die Göttinger Sieben“ sei rechtlich fragwürdig, weil die Spender nicht namentlich genannt werden.

Gegen die Annahme einer Kunst-Spende die Kommunalaufsicht einzuschalten, das ist nach Auffassung von Oppermann „ganz kleines Karo“.

Oppermann begründet: „Göttingen ist doch nicht in der Situation, dass milliardenschwere Sponsoren Schlange stehen, die mit Großspenden Einfluss auf die Entscheidungen der Stadt nehmen wollen.“ Es sei doch umgekehrt: Die Stadt habe es in knapp 180 Jahren seit 1837 nicht geschafft, die Göttinger Sieben mit einem Denkmal-Kunstwerk zu würdigen. „Wenn jetzt Privatpersonen die Initiative übernehmen, verdient das Respekt, auch wenn man über die künstlerische Qualität immer streiten kann.“

Wenn Fritz Güntzler das Denkmal nicht gefalle, dann soll er es doch offen sagen. „Mäzene mit der Kommunalaufsicht vergraulen zu wollen, das ist kleingeistig und armselig in einer Stadt, in der es so gut wie keine Kunst im öffentlichen Raum gibt.“ (tko)

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