Organ-Skandal: Empfänger weiter auf Liste

Göttingen. Kein Patient der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat sich nach dem Organ-Skandal von der Warteliste für eine Lebertransplantation nehmen lassen. Das sagte UMG-Pressesprecher Stefan Weller auf HNA-Anfrage.

Derzeit warten 66 Patienten des UMG auf eine Spenderleber. Die Göttinger Uni-Klinik ist eines der Zentren für die Lebertransplantation in Deutschland.

Unterdessen läuft die Aufarbeitung des Organskandals an der UMG. Laut Weller wurde mit allen leitenden Mitarbeitern über die Abläufe gesprochen. So sei künftig sichergestellt, dass bei Organtransplantationen das „Vier-Augen-Prinzip“ angewandt wird. Außerdem hält künftig nur der Leitende Transplantationsbeauftragter der Klinik Kontakt zu Eurotransplant.

Von Seiten Dritter gab es laut Weller kaum Reaktionen auf die aktuellen Entwicklungen. Lediglich wenige E-Mails seien eingegangen. Organspende-Ausweise seien nicht an die Klinik geschickt worden.

UMG-Pressesprecher Weller geht unterdessen davon aus, dass die internen Ermittlungen am Uni-Klinikum zum Organ-Skandal voraussichtlich bis Oktober abgeschlossen sein werden. Dazu werden externe Gutachter eingesetzt. (bsc)

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