Verbot bereits in Innenstadt

Nach Bränden an Silvester: Ortsrat Grone fordert Böllerverbot auf Jonaplatz

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Die Feuerwehr musste löschen: Balkone und eine Wohnung wurden am Jonaplatz in Göttingen in der Neujahrsnacht 2017/18 durch Böller und Raketen stark beschädigt. Das Foto entstand am Neujahrstag.

Göttingen. Zweimal hintereinander wurde zum Jahreswechsel auf dem Jonaplatz im Göttinger Stadtteil in Grone-Süd wild geböllert. Dadurch kam es zu Bränden. Die Stadt soll das Böllern dort an Silvester verhindern.

Dafür sprach sich am Donnerstag der Ortsrat Grone aus. Durch die abgeschossenen Böller und Raketen kam es zu Bränden auf den Balkonen von Anwohnern. Die Feuerwehr musste löschen. Außerdem wurden die Einsätze von Feuerwehr und Polizei sogar noch behindert. Anliegende Gebäude, Wohnungen und Balkone waren so stark beschädigt, dass sie zeitweise unbewohnbar waren.

Hendrik Falkenberg hatte für die Göttinger Linke einen Antrag eingebracht, ein Böllerverbot zu prüfen. Wie sich bei der Sitzung herausstellte, ist dieses Verbot aber gar nicht erforderlich, da es ohnehin besteht. Hintergrund: In unmittelbarer Nähe ist die Jonakirche zu finden. Und im Umkreis von 200 Metern um Kirchen besteht grundsätzlich ein Böllerverbot.

Falkenberg hat auch einen Grund ausgemacht, warum der Jonaplatz für das Böllern so beliebt ist: Der Platz bildet akustisch einen Kessel, der abgeschossene Böller noch lauter werden lässt.

In der Innenstadt hatte die Stadt Göttingen das Böllerverbot zum Jahreswechsel mit gemeinsamen Streifen von Polizei und Ordnungsamt durchgesetzt. Eine ähnliche Lösung wäre auch für den Jonaplatz denkbar.

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