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Duderstädter Unternehmen Ottobock kauft in Beneluxländern zu

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Von: Thomas Kopietz

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Ottobock fertigt und wartet auch High-Tech-Prothesen für Spitzensportler, hier ein Servicemann bei den Paralympics 2022.
Ottobock fertigt und wartet auch High-Tech-Prothesen für Spitzensportler, hier ein Servicemann bei den Paralympics 2022. © Getty Images/Ottobock/nh

Der Duderstädter Gesundheitstechnik-Konzern Ottobock baut sein Versorgungsnetzwerk aus. Dafür wurden Unternehmen in den Beneluxländern übernommen.

Duderstadt – Das globale Healthtech-Unternehmen Ottobock hat die Übernahme von Livit B.V. (Livit), eines der führenden orthopädischen Patientenversorger in den Niederlanden, erfolgreich abgeschlossen. Nach der zuvor noch ausstehenden üblichen regulatorischen Bestätigung durch die niederländische Gesundheitsbehörde (NZa) wurde der Erwerb vom bisherigen Eigentümer HAL Investments Ende April vollzogen. Zudem hat Ottobock das belgische Unternehmen Orthomed gekauft.

Livit betreibt 50 Versorgungszentren in den Niederlanden und bietet Anwendern und Patienten laut Ottobock ein umfassendes Sortiment an Prothesen und Orthesen sowie orthopädischen Schuhen und Strümpfen. 2021 hat Livit einen Umsatz von mehr als 40 Millionen Euro erzielt.

Darüber hinaus hat sich Ottobock im April mit dem belgischen Unternehmen Orthomed um einen weiteren Spezialisten in der Patientenversorgung verstärkt. Orthomed beschäftigt rund 40 MitarbeiterInnen und betreibt drei Versorgungszentren in Genk, Hasselt und Turnhout.

Das Unternehmen bietet ein umfassendes Versorgungsportfolio mit Prothesen, Orthesen, Rollstühlen und weiteren Lösungen zur Verbesserung der persönlichen Mobilität von Anwendern. Orthomed machte 2021 rund zehn Millionen Euro Umsatz. Nach der Akquisition des führenden belgischen Orthopädietechnikspezialisten Vigo 2019 betreibt Ottobock mit nun 20 Standorten das größte Versorgungsnetzwerk in Belgien.

„Mit Livit und Orthomed ist es uns gelungen, unser westeuropäisches Versorgungsnetzwerk nachhaltig zu stärken. Damit unterstreichen wir unseren Anspruch, hochwertige Technologie und bestmögliche, individuelle Versorgung zu einem integrierten Ansatz zu verbinden“, sagt Ottobock-CEO Philipp Schulte-Noelle.

Ottobock betreibt insgesamt das größte globale Netzwerk von Versorgungszentren, das maßgeschneiderte orthopädietechnische Behandlungs- und Rehabilitationslösungen für PatientInnen bietet. Mit etwa 390 Versorgungszentren weltweit, moderner Technik und enger Zusammenarbeit mit Ärzten und Fachkliniken hilft das Unternehmen seinen Anwendern, ihre Lebensqualität zu verbessern.

Für das 1919 gegründete Unternehmen Ottobock arbeiten derzeit etwa 8.000 Mitarbeiter in mehr als 130 Ländern der Erde. (Thomas Kopietz)

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