100 Techniker

Duderstädter Orthopädietechnik-Konzern Ottobock bei Paralympics 2020 in Tokio dabei

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Ottobock-Techniker im Einsatz: Das Unternehmen wird wieder Technischer Service-Dienstleister für die Athleten der Paralympics 2020 in Tokio sein. Hier reparieren Techniker einen Rennrollstuhl und ein Alltagsgerät.

Ottobock ist wieder bei den Paralympischen Spielen am Start: 2020 geht es für den Orthopädietechnik-Konzern aus Duderstadt mit einem Riesenaufgebot und 18 Tonnen Ausrüstung nach Tokio.

Nicht nur viele Athleten werden dort mit Hilfsmitteln der Duderstädter antreten, sondern auch etwa 100 Ottobock-Techniker werden die Starterinnen und Starter bei den Paralympischen Spielen 2020 in Tokio betreuen. Im Einsatz sind dann Orthopädietechnikern, Rollstuhlspezialisten und Schweißer, sie werden alle Athleten kostenlos, unabhängig von ihrer Nationalität oder des verwendeten Hilfsmittels, unterstützen. Die Teammitglieder sprechen 26 Sprachen.

Ottobock ist zum 16. Mal „offzieller Support-Partner der Paralympics“, wie das Unternehmen am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung meldete. Erstmals unterstützte der Orthopädietechnik-Spezialist vor 30 Jahren in Südkorea die Paralympics-Sportler.

Technischer Service-Dienstleister: Ottobock-Techniker werden auch in Tokio 2020 Rollstühle schweißen.

Während der Spiele vom 25. August bis 6. September 2020 wird das Technik-Team etwa 2000 Reparaturen leisten, dafür werden 15 000 Ersatzteile in Japan vor Ort bereit gehalten. Der Service wird sich dann nicht nur auf die Sportgeräte beschränken, auch Alltagsprodukte werden von den Technikern gewartet und repariert. „So können sich die Athleten voll und ganz auf die Wettkämpfe konzentrieren und ihr Maximum an Leistung abrufen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Es hätte keinen besseren Tag für den Vertragsabschluss geben können“, freut sich Hans Georg Näder, Gesellschafter und Vorsitzender des Verwaltungsrats der Ottobock SE & Co. KGaA, nach der eigenhändigen Unterzeichnung des Vertrags für Tokio 2020.

Die Anfänge der Partnerschaft waren vom Aufwand weit bescheidener: Bei den Paralympics 1988 in Seoul boten vier australische Ottobock Techniker erstmals technischen Service für die Athleten an – damals noch in einem kleinen Werkstattzelt. Gleichwohl war Näder damals von ihrem Engagement beeindruckt. Er erkannte die große Nachfrage nach technischer Unterstützung bei Paralympics und steigerte die Professionalität dieses Service kontinuierlich. „Passion for Paralympics sei mittlerweile Teil der Ottobock-DNA“.

Näder stellt auch heraus, dass sein Unternehmen eine Tradition im Kontakt mit Asien und den Menschen dort pflegt. „1999 haben wir die prothetische und orthopädische Versorgung auch in Japan eingeführt und sind seitdem Vorreiter bei der Entwicklung.“ Die Partnerschaft mit den Paralympischen Spielen Tokio 2020 sei eine natürliche Weiterentwicklung des Engagements sowohl in der Region als auch im paralympischen Sport, sagt Näder.

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